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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Selbstthätigkeit und Willen der menschlichen Geister, sie ist keinWerk dunkeler Naturtriebe, wie bei Thieren, die, so lange dieNaturtriebe regsam sind, ebenfalls in Gemeinschaft bcisammen-wohnen. So ist auch jeder Verein des Volks zu einem Staateine geistige Verbindung zu irdischem Wohlsein.

Der Geist der Gesammtheit ist also der Mittelpunkt unddie Urkraft, aus welcher alles Aeußere hervorgegangen ist; derganze Staat selbst mit allen Einrichtungen und Gesetzen, nureine seiner Wirkungen. Es ist und bleibt der Geist, als desStaates Schöpfer, auch dessen Leben und die ihn erhaltendeMacht. Er ist und bleibt der letzte Zweck des äußern Staats-gebäudes; dieser ist nur ein Mittel für ihn, mehr nicht. Wernun den Staat zum Zweck, den Geist der Nationen zum bloßenHilfsmittel für denselben macht: verdreht der nicht auf un-natürliche Weise die Ordnung der Dinge? Macht er nicht denStrom zum Urheber der Quelle, die Wirkung zur Ursache,Das Ende zum Anfang, das Todte zum Herrn des Lebendigen,Las Kunstwerk zum Urheber und Gebieter des Künstlers?

Das aber ist das Kennzeichen des Geistes, wodurch er sichvon den dunkeln Naturtrieben der Thiere unterscheidet, daß ersich mit freier Selbstständigkeit entschließt und handelt. Ein Geistohne freies Spiel der Gedanken, ohne Willen, ist kein Geist.Die Freiheit der Gedanken ist das wahre geistige Leben, ist,was für das Leben des Leibes der Athem und die Bewegungseiner Säfte. Nur durch Gedankenfreiheit ist Ausbildung undErhebung des Geistes, sein Wachsthum und Erscheinen in vollerWürde, möglich. Je mehr Vollendung des Geistes in einerNation ^ je vollendeter werden alle ihre Anstalten und Mittelsein zum öffentlichen Wohl und zur Glückseligkeit jedes einzelnenMitgliedes. Der Geistesfreiheit verdankt folglich der Staatseine möglichste Vollkommenheit. Die Freiheit des Denkensbeschränken, heißt so viel, als das Leben selbst beschränken, dieVollkommenheit des Staats verhindern, die Gesammtheit seinerKräfte lähmen und vernichten, durch welche er groß, glücklich,-ehrwürdig dasteht. Ein Fürst mit seinen Räthen und Dienernkann allerdings im Besitz vieler Einsichten sein. Aber ungleich