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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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kündete, zerstört nichts Anderes, sondern verklärt und veredeltnur Alles, was schon von religiösen Dingen in menschlichenGemüthern vorhanden ist; es macht die heilige Ahnung zurtrostvollen Gewißheit, die Dämmerung zum hellen Licht. Esstreitet wider keine unschädliche Gebräuche und Meinungen, nichtwider bestehe .-de Staatsordnungen, und knüpft sich verherrlichendan jede schon vorhandene mangelhaftere Religion. Denn dasreine, lautere Christenthum ist das höchste und schönste Erwachsen,Entfalten und Blühen aller menschlichen Empfindungen undVernunft, und wird ohne Widerstand aufgenommen. Daherverbreitete sich das Christenthum so wunder schnell über die Welt,weil es nur ein göttliches Aufwachsen des Gemüthes ist. Christuswollte den mosaischen Gottesdienst nicht aufheben. Ich bin,sprach er zu den Juden, nur gekommen, das Gesetz zu erfüllen,zu vollenden, zu veredeln, nicht es aufzulösen. Und zu denHeiden in Athen sprach Paulus, f.ls er unter ihren Altären einenfand, welchen sie einer unsichtbaren Gottheit geweiht hatten: Ichwill euch diesen unsichtbaren Gott verkündigen. In den erstenZeiten der christlichen Religion blieben viele Christen, gleich wiees die Apostel waren, Juden; Andere blieben den heidnischenTcmpelgebräuchcn getreu. Erst später, da die Christen sich nichtmehr begnügten, die frömmsten und hclldenkendstcn unter denJuden oder Heiden zu sein, sondern nothwendig fanden, dap sieunter sich selber eine äußere Gleichförmigkeit in der Gottes-Verehrung, in heiligen Gebräuchen und Kennzeichen einführten,trennten sie sich gänzlich von Juden und Heiden. Doch brachten ,die bekehrten Juden und Heiden noch viele Einrichtungen, Ge-bräuche und Vorstellungen aus ihrer alten Religion mit hinüberin die neue. So theuer sind dem Menschen die Eindrücke derJugend ! So fest hängt er an Dingen, die ihm^urch eine Reihevon Jahren zu einem süßen Bedürfnisse geworden sind! Auchläßt sich mit Zuversicht behaupten, daß Juden, Heiden undTürken seichter zum reinen Christenthum, wie es Jesus allemVolke predigte, bekehrt werden können, als zur katholischen oderlutherischen, reformirtcn oder griechischen Kirche. Denn dieWahrheiten des Glaubens sind jedem Geiste unvergänglich. Aber