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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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angemessensten ist. Er darf nicht bestraft werden, weil seinGlaube, seine Ueberzeugung vom Glauben Anderer abweicht,so lange er mit den Aeußerungen desselben, oder mit den daraushervorgehenden Handlungen, nicht die öffentliche Ruhe, dieeingeführte bürgerliche Ordnung und Rechte anderer Staats-bürger kränkt. Es ist noch Erbtheil früherer Barbarei, esist nicht Geist des Christenthums, wenn sich eine oder dieandere Sekte alleinherrschend erklärt, jede andere unterdrückt,verstoßen, verdammt und verfolgt wird. Es ist noch Erb-theil früherer Barbarei, nicht Geist des Christenthums, wennJemand um seiner Ueberzeugung willen Vaterland, Ehre,bürgerliche Rechte, wohl gar das Leben verlieren muß. Wer,als Gott allein, darf sich anmaßen, Richter zu sein in derGeisterwelt? Wer darf sagen, daß er in der Wahrheit alleinwohne, und jeder Andere, der nicht glaubt und betet wie er,Gott verhaßt sei?

Man soll Gott mehr gehorchen, als den Menschen! sprichtGottes Stimme. Dies Gebot, durch aller Menschen Ver-nunft willig ergriffen, gibt daher auch dem Geringsten unterden «»beglückten Staatsbewohnern das göttliche Recht, tugend-haft zu sein, und Jesu Christi Lehren zu erfüllen. Kein Fürst,so mächtig er auch sein möge, hat daher Gewalt und Bevoll-mächtigung, seinen Unterthanen Gebote zu geben, welche derLehre Jesu widersprechen, der gesunden Vernunft widerstrei-ten, und der Ordnung der Natur entgegen sind. Denn durchalle drei offenbart sich der Wille Gottes.

In jenen Zeiten des Verfalls der christlichen Religion, derVerwilderung der Herzen, wurden aber die Rechte der Menschen ^auf alle Weise zertreten. Da wurden von weltlichen uns geist-lichen Obrigkeiten naturwidrige Gesetze aufgestellt, vernunft-widrige Dinge zu glauben befohlen; einsichtvvllrre und tugend-haftere Menschen ihrer bessern Ueberzeugungen wegen verfolgtund getödtet, die Belehrung des Volks absichtlich verhindert,damit diejenigen ihr Wesen desto freier im Finstern treibenkonnten, welche aus der allgemeinen Unwissenheit ihrengroßen Vortheil zogen; da waren tausend und tausend