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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Petri, einen Statthalter des Weltheilande- und Sohnes GotteSnannte, statt der Tugenden Jesu, sich des Uebermuths einesmächtigen Herrschers befliß ; statt Demuth einen gebieterische«Stolz, statt Menschenliebe eine Kriegslast und Herrschbegieräußerte, welche kaiserliche und königliche Kronen in seine Handbrachte. Jesu Reich war nicht von dieser Welt; aber das Reich-es Papstes war vollkommen von dieser Welt.

Die Fürsten hatten schon seit so manchem Jahrhundert nachWiedercrhaltung ihrer Unabhängigkeit vom Papst getrachtet.Allein ihr Bemühen mußte immerdar eitel bleiben, besondersin den Zeiten allgemeiner Unwissenheit, da man das Oberhauptder christlichen Kirche, obwohl er doch nur ein sündiger Menschwar, mit abergläubiger Ehrfurcht beinahe abgöttisch verehrte.Die Fürsten vermochten nichts wider ihn, weil ihrer vielewaren, die nie einerlei Neigung und Angelegenheit hatten. Siewurden also durch vielerlei Willen in sich selber getrennt undschwach, während ihnen das kirchliche Oberhaupt mit einerleiAnsicht, mit einerlei Willen, mit einerlei Zweck gegenüberwirkte. In den Ländern hatten die Fürsten wohl mancherleiZwistigkeiten mit ihren Unterthanen; hingegen die Priester inallen Ländern, und durch sie geleitet oft das Volk, gehorchtenihrem höchsten geistlichen Haupte ohne Widerspruch mit blindemGehorsam. Die Fürsten hatten unter allen Ständen des Volks,am meisten bei den Edelleuten, Mißvergnügte oder solche,welche gern die Rechtsame der weltlichen Regierung beschränkthätten. Die Fürsten konnten fast auf die Treue keines Standesmit Sicherheit zählen. Hingegen einer dieser Stände, nämlichder geistliche, war in allen Staaten so zu sagen des päpstlichenWillens Eigenthum und Werkzeug. Die Prirsterschaft bildetein diesem Staate wieder einen eigenen, vom römischen Hofabhängigen Staat; sie nährte sich auf Unkosten des Volks; siebereicherte sich mit weltlichen Besitzungen und wollte doch keinerweltlichen Obrigkeit mehr Unterthan sein, sondern nur ihrergeistlichen Obrigkeit. Der römische Hof hatte schon vielmalsBeispiel gegeben, was er vermöge, indem er die Unterthanenlossagte von ihren, den Landesfürsten geschwornen Eiden und