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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Ucberfluß und Geist und Leib tödtender Armuth lebten, derSinn für das wahrhaft Heilige sich erhalten hätte. Und schondieser einzige Lichtfunken war genug, mitten in der allgemeinenFinsterniß wieder Svnnenklarheit zu verbreiten.

Als mit Verbesserung der*Schulcn, mit dem wachsendenLicht der Erkenntniß bei den Völkern, sich der öffentliche Un-wille gegen den Verfall der Religion und Sitten immer lautererhob, erschrack auch die hohe Priesterschaft. Sie fühlte, daßes anders sein solle und müsse. Sie fühlte, daß endlich dieVölker gänzlich von der Kirche abfallen, und eine Menge neuerchristlicher Glaubenspartkien entstehen könnten, bei welchen dieGeistlichkeit allen bisherigen Einfluß und Reichthum zu verlierenGefahr laufe. Ueberall hatte die Priesterschaft selbst ein großesAergerniß gegeben. Es war sogar nicht selten geschehen, daß> statt eines einzigen Oberhauptes der Kirche zwei bis drei Päpstegewählt wurden, die sich dann öffentlich einander mit ruchloserWuth verfolgten und verfluchten. Diesem Unwesen ein Endezu machen, wurden die vornehmsten Bischöfe und Aebte auSden christlichen Ländern zusammenberufen, um das Heil derKirche zu berathen. Man nannte dergleichen Zusammenkünfteder Geistlichen allgemeine Kirchenvcrsammlungen.

^ Diese hatten nun zwar Muth genug, zu erklären, daß eineallgemeine Kirchenversammlung über den Papst sei, und er ihrenAussprüchen Gehorsam leisten müsse; sie hatten Muth genug,die sich einander verfolgenden Päpste abzusetzen, und einenneuen zu wählen ; sie hatten Muth genug, anzuerkennen, daßin der Kirchenzucht große Fehler lägen, daß der Lebenswandelder Geistlichen, die in Ueppigkeit und Unzucht, Gelde- cherund andern Lastern dem Volk ein Aergerniß geworden n en,geändert werden müsse. Allein an Herstellung der Einfalt undWürde des Christenthums konnten die meisten Prälaten damalseigentlich selbst noch nicht denken. Wer es wagte, die ein-geschlichenen Mißbräuche anzutasten, ward als Ketzer verdammt,eingekerkert, enthauptet, geviertheilt, lebendig verbrannt. Eswar jenen Priestern oft weit minder um Erhaltung des wahrenGlaubens, als um Erhaltung ihres Ansehens, ihrer Rechtsame,