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nicht, euem Reichthum, euern Ruhm, euere Thronen nicht;und der Weise, der Christ, welcher wie Christus dcnkl und lebt,hält Las Gemeinste wie das Seltenste, das Wohlfeilste wie dasTheuerste nur in so weit bcachrungswürd'g, als es in simerHand zur Beförderung des allgemeinen Wohlseins ein brauch-bares Mittel werden kann.
Vor Gott ist Niemand groß, Niemand klein. Jeder ist ihmgleich werth und lieb, Jeder eins seiner Kinder. Auch Christusnannte alle Menschen ferne Bruder; er starb nicht für die Reichen,für die sogenannten Vornehmen allein ; er starb auch für dasHeil dessen, den der Mensch für den Aermsten und Verächtlichstenseines Geschlechtes hält. Darum sollen auch wir, als Christen,für jeden unserer Nächsten Hochachtung haben. Schon seineMenschenwürde berechtigt ihn dazu, Achtung von uns zu begehren,gleichviel weß Standes und Herkommens, weß Glaubens undLandes, weß Alters und Geschlechtes er sei.
Auch bedient sich Gott in seiner Regierung der Völkerschicksalenicht der Hohen, der Könige und Fürsten allein, sondern auchder von andern Menschen oft unbemerkiestcn Personen. Ja,wir wissen, daß die wichtigsten Begebenheiten in der Welt, diewoh thätigsten Veränderungen im Zustand der Nationen, meistensvon Leuten ausgingen, welche weder durch Reichthum mächtigund angesehen, noch in hohen Stellen waren. Was Könige undFürsten oder deren Räche und Feldherren verrichteten, oder mitGewalt nach ihrem Sinn zu erzwingen trachteten, war seltenvon langer Dauer und großer Ausbreitung. Was ist von allenThaten der weiland bewunderten Eroberer übrig geblieben, alsder Abscheu gegen ihre Verrichtungen und deß Fluch ihres mitGräurln befleckten Namens? — Denn was sie auch thaten, eswar keme Einwirkung in dgs Gebiet der Gelsterwelt, sondern mirdisches Gebiet. Darum war die Frucht ihrer Werke vergänglich.Wie sie gebaut hatten, eben so kamen andere zur Zerstörung.
Im Grunde ist der Mensch ein Werkzeug Gottes zur Ver-richtung seines heiligen Willens und zur Erfüllung seiner weisenAbsichten. Schon darum soll uns auch jeder Mensch achtungs-Würdig sein; wir wissen von keinem, zu welchen Zwecken Gottes