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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Der Sieger athmete nur Rache. Galt es vor Zeiten für ein ^

Verbrechen, den Namen Christ zu führen: war es nun Vers ^

brechen, ein Heide zu sein, oder ein Jude. Die christlichen ^

Bischöfe suchten Einfluß an den Höfen der zum Glauben be- ^

kehrten Kaiser, um diese zu den gewaltsamsten Maßregelngegen ihre heidnischen Unterthanen zu verleiten. Es war nicht ^

um Bekehrung, sondern nur um Taufe zu thun: gleichviel ^

ob der Mensch von innen »»erleuchtet und ruchlos blieb, ^

wußte er nur sein Kreuz zu schlagen, sein kurzes Unverstand- ^

liches Glaubensbrkenntniß zu sprechen, und in den Kirchen U

ein Gebet zu plappern. Eben die Christen, welche ehemals ^

mit Recht von Juden und Heiden für sich selbst nur Duldung ^

gefordert hatten, versagten diese nun mit oft empörender Hart- ^

Herzigkeit den Gegnern.

Die Strenge und Verfolgungswuth der christlichen Kaiser, UFürsten und Beamten stieg von Jahr zu Jahr, und von Jahr-hundert zu Jahrhundert stufenweise. Anfangs begnügte man ü

sich, den Heiden nur ihre Wahrsagerkünste zu verbieten, ihre D

grausamen, menschenmordenden Fechterspiele abzustellen. Dies zni

war noch billig, menschlich, weise. Bald ging man einen Schritt Vkl

weiter; stürzte die Götzenaltäre mit Gewalt, verschloß in den ihn

Städten die heidnischen Tempel, verbot allgemein den Götternzu opfern, und entriß die Tempel und deren Gut gewaltthätig M

den wahren Eigenthümern, um damit die christlichen Kirchen M

zu bereichern. Wenn auch der Abscheu und Eifer der Christen »st

gegen den Götzendienst allerdings zu entschuldigen war, konntedie Beraubung der Heiden zum Besten des christlichen Gottes- ^dienstes nie gerechtfertigt werden. Denn auch meines größtenFeindes Gut ist sein eigenes, und nicht das meine. Hier han, ^delte schon nicht mehr frommer Eifer, sondern wüthenderSchwärmergeist, dem nichts mehr heilig ist, als das Lechzen ^seiner Raserei, der Alles für sein Ziel erlaubt hält. Man wollteGottes Sache ehren, und schändete sie. H

Die Heiden waren, so oft auch die Christen von ihnen ehe- H

mals verfolgt gewesen, dennoch im Ganzen mit größerer Duld- ^

samkeit und Schonung gegen die Christen verfahren, als nun ..