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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
364
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Ja, in der Meinung, daß er gegen das Gericht des Todten--richters, vor dem kein Ansehen der Person, keiner irdischenKrone elender Glanz gilt, noch vielgeltendere Fürsprache habe,wollte er, daß sein verwesender Leichnam in der Kirche begrabenwerden sollte. Als wenn in der Kirche eine heiligere und selig-machendere Erde sei, denn anderswo ; als wenn die Erde nichtüberall des Herrn wäre!

O wie von seiner ursprünglichen Einfalt, Würde undWeisheit war jetzt schon der Glaube der Christen abgewichen kMit wie vielem Aberglauben und Mißbrauch sollte er in denkommenden Jahrhunderten noch vermischt werden! Schonjetzt wäre einer von den Boten und Jüngern Jesu Christierschienen, und Zeuge vom Zustande der christlichen Gemeindengewesen schon jetzt hätte er nur selten noch in den erstenChristen die wahren Nachfolger Jesu von Nazareth erkannt^und das Christenthum des Tages nicht für das vom Heilandverkündete Wort gehalten. Es ist Niemand heilig, als derHerr! sprach die Schrift. Und nun wurden Menschen vonMenschen auf Erden schon heilig genannt. Gott ist die Liebetsprach Johannes. Und nun verfolgten sich die christlichenReligionsparreien mit Feuer und Schwert im Namen Gottes-Gott ist ein Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im:Geiste und in der Wahrheit anbeten! sprach Jesus. Und nunsah man betende Haufen vor den TodtengebkinkN von Märkirern^vor Bildnissen heeliggenannter Sterblichen, vor selbstgrschaffenewKreuzesbildern knien, und ihnen eine fast göttliche Verehrungbringen. Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern, wie die Heiden;,denn sie meinen, sie werden erhöret, wenn sie viel Worte machen-Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! sprach der Sohn Gottes-Und nun hörte man Tausende lange, auswendig gelernte Gebetein Kirchen und über den Gräbern der Märtirer herplappern^Gebete, die Viele nicht einmal verstanden, Gebete, bei denensich die Wenigsten etwas dachten, und damit glaubten sie ihremGott zu dienen und seine Huld zu erwerben. Der Weltheilandhatte einst gegen den Jrnhum der Samariter und Juden ge-predigt , von denen die Einen glaubten, Jchova lasse sich am