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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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erkannten. Es gelang ihm, alle Fürsten, welche ihm die Allein,Herrschaft im römischen Reich streitig machen wollten, zu besiegen.Er läugnete nicht, daß er sein Glück nur dem von den Christenverehrten Gott, nicht den steinernen Götzenbildern des Heiden-thums schuldig sei. Ein besonderes Ereigniß bestätigte ihn indiesem Glauben.

Eines Tages, da er im Begriff war, gegen einen Neben-buhler um die Kaiserkrone eine entscheidende Schlacht zu liefern,und der Kampf schon begonnen und noch sehr zweifelhaftenAusganges war, sah er ängstlich zum Himmel empor. Und mitErstaunen sah er, wie die Strahlen, welche von der Mittags-sonne ausgingen, einen seltsamen Schein durch den Himmelwarfen, welcher die vollkommene Gestalt eines Kreuzes hatte,dieses allen Christen ehrwürdigen Zeichens. Obgleich eine solcheLuftcrscheinung an sich nichts Außerordentliches oder Uebcr-natürliches ist, da man auch selbst in neuern Zeiten schon denMond am überzogenen Himmel mit seinen Strahlen ein glänzendesKreuz gestalten sah : so gehört doch dergleichen Erscheinung zuden seltenern. Konstantin, dem solches etwas Unerhörtes undNiegesehenes war, und der in seiner bedenklichen Lage mit Gottund dem Gekreuzigten beschäftigt sein mochte, nahm das glänzendeKreuz als eine himmlische Verheißung des Sieges, setzte die großeSchlacht muthigcr fort, und bezwäng seinen Feind. Man hatnachmals diese Begebenheit als ein wirkliches Wunder angesehen,sie mit allerlei Sagen und Träumen ausgeschmückt, die größten,theils wohl erdichtet sein mögen.

Wie dem aber auch sei, der Sieger erklärte sich fortanöffentlich für die christliche Religion. Er ließ sich taufen. Ernöthigte Alle, die seine Gnade genießen wollten, zum Glaubenan Jesum überzutreten. Und wie er zum erstenmal den Zcprerals Alleinherrscher über das gcsammte römische Reich ausstreckte,ward das Christenthum die alleinherrschcnde Religion des Staatsin Morgen- und Abendländern. Geendet war hicmit der drci,hundertsährize Kampf; geendet alle Verfolgung. Der Namedes Christen ward öffentlicher Ehrcnnahme, und beförderte zuAemtern und Würden; das Kreuz ward öffentlich aufgepflanzt,VIl!. 16