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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Götter zusahen. Gewohnheit und Aberglaube des großen Haufensbehaupteten ihr Recht; geschah irgend im Land ein Unglück, wardes als eine Wirkung vom Zorn der Götzen angesehen, derenTempel immer von mehrern verlassen wurden, welche sich demGlauben an einen unsichtbaren Gott zuwandten. Die Priester,erzürnt, von ihren Einnahmen an den Opferaltären, von ihremAnsehen im Volke einzubüßen, schrien laut über das unerhörteWesen derer, die sich Christen hießen. Sie schrien über denVerfall der Religion, und nannten die Christen Gottesläugner,weil dieselben sich weigerten, ihre Knie vor den Gebilden hölzer-ner oder steinerner Gottheiten zu beugen. Es kamen dazu dieStaatsmänner, welche, geschreckt durch des römischen Reichssteigende Schwäche und Gefahr, eine der vornehmsten Ursachendes öffentlichen Verderbens darin fanden, daß so viele Menschenaus allerlei Ständen den Glauben und die Verehrung der Götterverließen, unter deren Anbetung Rom groß geworden, und sicheinem Glauben widmeten, welcher, statt die Liebe des Vater-landes und die kriegerischen Tugenden der alten Zeit einzuflößen,nur Liebe des unsichtbaren Gottes, Versöhnlichkeit, Großmuthgegen Feinde, und Abscheu gegen Rache und Haß predigte. Sieklagten, daß, seit die Menschen anfingen, die Unsterblichkeitihres Geistes zu glauben, ihnen am unsterblichen Nachruhmihres Namens weniger gelegen wäre, durch welchen ehemals dieRömer der Vorwelt zu ihren preiswürdigcn Unternehmungenbegeistert worden wären. Sie droheten, würde man Tempelund Altäre verfallen lassen, den unvermeidlichen Untergangrömischer Hoheit und Herrschaft.

Durch solche und ähnliche Reden, die im Volke umherliefen,ward erst Verachtung, dann Haß gegen die Christen erweckt.Unbckanntschaft mit ihren Lehren und Meinungen brachte vielerleinachtheilige Mißverständnisse hervor und gab den Verleumdernweiter» Spielraum. Bald hieß es, Anbetung eines Gottes, dernirgends sichtbar sei, wäre Anbetung eines Traumbildes. Bald,wenn man vom Abendmahl der Christen hörte, und wie sie esmit den Einsetzungsworten des ersten Stifters begingen, hießes: sie genießen in ihren heimlichen, gott-sdienstlichen Ver-