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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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versäumte Erziehung verwildert, zu edlern Empfindungen bei-nahe ganz unfähig geworden waren. Das ganze Land wardzuletzt ein Schauplatz großer Räuberbanden, der Meuchelmordzum Handwerk. Leben und Eigenthum verlor alle Sicherheit.Falsche Propheten standen auf, die öffentliche Verwirrung zubenutzen. Hier ein neuer Messias, dort ein neuer Messias, dasVolk Gottes und den Thron Dasids über den Leichnamen derRömer wieder herzustellen. Einer derselben, ein ägyptischerJude, brachte sogar ein Heer von dreißigtausend Mann zu-sammen, lagerte sich mit demselben auf dem Oelberg vor Jeru-salem, und verhieß der abergläubigen Menge, die Göttlichkeitseiner Sendung damit zu beweisen, daß auf seinen Wink dieRingmauern Jerusalems einstürzen sollten. Aber der Land-pfleger Felix überfiel mit seinen geübten Kriegern die räuberi-schen Rotten, tödtete und zerstreute sie, und rächte den Aufstandfürchterlich. Das ist es, was Christus sagte: Es werden sicherheben falsche Christus und falsche Propheten, die Zeichenund Wunder thun. Wenn nun Jemand zu der Zeit wird zueuch sagen: siehe, hier ist Christus, stehe, da ist er! so glaubetnicht. (Mark. 13, 21. 22.)

Die Ungerechtigkeit der römischen Landpfleger, ihre Ver-achtung der göttlichen und menschlichen Ordnungen, ward endlichso groß, als die Niederträchtigkeit und Zwietracht der Jsraeliten.Denn wenn ein Volk zertreten wird durch den Uebermuth ein-zelner Ungerechten, sind es die Laster des Volks, welche demTirannen die Macht geben. Inzwischen sich die Römer dasSchändlichste erlaubten, sah man noch die Hohenpriester mitder niedern Priesterschaft, eine Partei im Volk mit der andernstreiten. Alles aber lösete sich zuletzt in tödtlichen Haß undRache gegen die Unterdrücker auf. Es geschah ein allgemeinerAufruhr des Landes: die Besatzungen der Römer wurden ausden festen Plätzen vertrieben, und selbst aus Jerusalem. Derwilde Pöbel trieb sich in zügellosen Ausschweifungen umher,planlos, nur auf Raub und Rache bedacht. Menahem, derSohn Judas des Galiläers, war lange Zeit der oberste An-führer der Empörer. Sie fochten anfangs mit Glück gegen die

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