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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
296
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thätigen Gott gehalten, bald gesteinigt, bald eingekerkert, baldgestäupt, blieb er sich überall selbst gleich. Er kannte für GottesWort keine Gefahren, keine Mühseligkeiten. Die ersten derApostel ehrten ihn als ihren Genossen und Bruder, und baldward Saul, oder wie er sich nachher lieber nannte, Paulus,einer der Vornehmsten unter ihnen. Diesen Namen hatte ervielleicht von dem römischen Statthalter Sergius Paulus zuPaphos angenommen, den er zum Glauben bewogen und liebgewonnen hatte.

Wie entscheidend sein Wort unter den sämmtlichen Jüngerngalt, erhellt aus dem zuAntiochien erhobenen und zu Jerusalemgeschlichteten Streit in Betreff der zu Christen gewordenen Heiden.Die jüdischen Christen nämlich hingen noch immer fest am Glaubenihrer Väter, und hielten das Gesetz und Wort der Prophetenfür wesentlich nothwendig zum Christenthum. Sie glaubten also,wer ein Christ werden wolle, müsse nothwendig auch Jude wer-den , und die Beschneidung und übrigen mosaischen Vorschriftenerfüllen. So schien ihnen auch die Erfüllung der Weissagungmöglich, daß Israel über alle Völker mächtig werde durch denMessias. Selbst unter ältern Bekennern zu Jerusalem war dieMeinung herrschend. Als Paulus und Bacnabas in die Haupt-stadt, des Christenthums Wiege, gesandt wurden, damit dieStreitfrage entschieden werde: ob die christlich gewordenenHeiden auch das mosaische Gesetz erfüllen müßten (die Heidenweigerten sich dessen), erhob sich ein langes und heftiges Gezänk.Doch siegte Paulus mit seiner Meinung. Vor Allen stimmtenPetrus und Jakobus bei; doch ward den Heiden zur Pflichtgemacht, sich außer dem Theilnehmen am Götzendienst auch derVielweiberei zu enthalten, und nicht vom Erstickten und vornBlut zu essen.

Paulus setzte nun sein Bekchrungsgeschäft mit größererFreudigkeit fort; durchreisete Griechenland. Selbst in dem durchKunst und Wissenschaft berühmt gewordenen Athen stiftete erdurch seine Beredsamkeit eine Christengemeinde. Bewunderns-würdig ist die Gegenwart und Gewandtheit, mit welcher erüberall, er mochte zu Juden oder Heiden, zu rohen oder