Druckschrift 
7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
282
Einzelbild herunterladen
 

282

Vorstellungen von der Person Christi, vom Abendmahl, von ^

der Taufe und andern außerwesentlichern Dingen. Die Apostel ^

suchten, so viel an ihnen lag, eine gewisse Gleichförmigkeit ^

überall beizubehalten; aber sie konnten nicht hindern, daß die ^

bekehrten Heiden heidnische Vorstellungen, geschöpft aus alten ^

Gewohnheiten oder Schriften ihrer Weltweisen, daß die Juden ^

jüdische Begriffe, angeerbt von ihrer ersten Erziehung oder ihrer ^

tiefgewurzelten Ehrfurcht gegen die Schriften Mosis, Davidsund der Propheten, mit in den christlichen Lech. begriff über- ^

trugen. So entstand Spaltung, Parteiung in Glaubensart ^

und Kirche. ^

Zwar Alle glaubten an Jesum; Alle hofften durch ihn zu ^

Gott zu kommen ; Alle nannten den einigen, lebendigen Gott ^

ihren Vater; Alle Christum ihren Erlöser; Alle lehrten das ^

Wort der Heiligung, wie er es zur Veredlung des Herzensgelehrt hatte, daß wir vollkommen würde», wie der Vater im ^

Himmel vollkommen ist: unterdessen wurden vielerlei Neben- ^

dinge erfunden, über welche man sich nicht vereinigte, und die im

erst durch den oft mit ungeziemendem Eifer darüber geführten

Streit Wichtigkeit erhielten. U»j

Der Apostel Paulus sah diese Trennungen mit Wehmuth; «,

doch fühlte er, daß sie schwerlich ganz zu vermeiden wären. Ersah daher nur auf Jesum, und achtete alles Uebrigr gering. ih

Sehe nur Jeglicher zu, sagte er, daß das, was auf Jesu Lehre ^

gebaut wird, wohlgebaut sei, und sich in der Feuerprobe des .Glücks und Unglücks als gut und beseligend erhalte. Einm ^

andern Grund kann zwar Niemand legen, außer dem, der ^

gelegt ist, welcher ist, Jesus Christ. So aber Jemand auf ch

diesen Grund bauet Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, ^

Stoppeln, so wird eines Jeglichen Werk offenbar werden. Undwelcherlei eines Jeglichen Werk sei, wird das Feuer bewahren. ^

<1. Kor. 3, 11 13) ^

Eben so bescheiden und duldsam, wie der erhabene Apostel H

Jesu, sollen auch wir noch heutiges Tages urtheilen, wenn ^

wir auf die verschiedenen Glaubens - und Kirchenparteien hin- ^

blicken. Ist nur Jesus und der Glaube an sein heiligendes Wort