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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Es war unter den ersten Schülern Jesu nur eine Liebe.Kemer sagte von seinen Gütern, daß sie sein wären, sondernes war ihnen Alles gemein. (Ap. Gesch. 4, 32.)

Daran erkennen wir die wahre Liebe, daß, wer sie hegtnichts für sich, sondern Alles für den Geliebten hat und ist; daßer sein Gut, selbst sein Leben ihm hingibt. So hat Gort die Weltgeliebt, so Jesus.

In einem kleinen Kreise (wie denn die Zahl der ersten Christenklein war) ist allerdings die Gemeinschaft der irdischen Güterausführbar; aber in sehr großen Gesellschaften, unter ganzenVölkern und bei unsern bürgerlichen Verhältnissen unmöglich.Auch wird sie von uns nicht begehrt. Zwar Jesus und seinezwölf Jünger hatten die Gemeinschaft des Eigenthums untersich, wie sie ein Vater mit seinen geliebten Kindern haben kann.Aber sie hatten doch Eigenthum, das heißt, zur Befriedigungihrer Leoeiiebedürfniffe besaßen sieerwas, das nicht allen Menschenzugleich gehörte. So können und sollen auch wir em Eigen-thum besitzen, uüd unsere Rechte darauf beschützen gegen un-gerechte Gewalt. Eine allgemeine Entäußerung unsers Gutes,daß wir nichts von Lebensgurern mehr unser nennen, wird nichtvon uns begehrt.

Und dennoch kann ich auch heute noch eine rührende Liebe derersten Christen üben, wie sie Jesus, als Vorbild, geübt hatte.Auch ich will nicht von meinen Gütern sagen, daß sie mein sind;sondern sie gehören dem Wohl meines Nächsten. Ich habe nichts;was ich aber habe, das ist Gottes. Und der Vater im Himmelverlieh es mir segensvoll, daß ich es, als sein Werkzeug, zum Glückder Ncbenmenschen verwende; er gab mir Gut, mehr ais ich zumeiner eigenen Erhaltung nöthig habe; ich soll also das Ueber-flüsstge gern denen mittheilen, die daran Mangel leiden; mittheilen,nicht um Trägheit und Bettelei, sondern Fleiß, Arbeitsamkeit,Sparsamkeit und andere Tugenden zu erwecken und zu befördern.So ist mein Gut nicht mein (in der Sterbestunde gebe ich das Ge-liehene zurück), sondern es gehört meinen Mübrüdern. Ich bin nurein Hausbalter, den Gott verordnete, durch solche Mittel aus seinerSegenssülle allgemeine und besondere Wohlfahrt zu mehren.