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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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mit frommer Betrachtung, mit Gebet, mit Gedanken an Gott,an die Ewigkeit, an die Hinfälligkeit des Irdischen, an Be-kämpfung seiner Fehler, an Aufsuchung der wahren, geheimenDuellen seines Mißvergnügens, an die Mittel, wie man durchtugendhaften Wandel glücklicher werden könne; wer nur an dasbeständige Einerlei der leiblichen Sorgen geheftet ist: der wirdvon dem todten Einerlei ganz verschlungen und beherrscht. Essoll uns aber das, was außer uns dasteht, nicht beherrschen,sondern wir sollen es beherrschen. Dies ist nicht möglich, ohnebesondere Stärke des Geistes. Die Geistesstärke wächset abernur durch die dem Geiste gebotene Nahrung. Die Nahrung desGeistes aber ist nach Vergefsung vergänglicher Angelegenheitendie stille Unterhaltung mit himmlischen Dingen, und wie dasUnsterbliche in uns einer seligen Unsterblichkeit und der GnadeGottes allezeit würdiger werde.

Wann find die Einladungen zur erheiternden und gemüth-stärkenden Einsamkeit reizender, als in der lieblichen Jahreszeitdes Frühlings und Sommers, da uns die ganze wiedercrwachteNatur, die laue, warme Luft, die uns umschmeichelt und liebkoset,der fruchtbare Regenschauer, die weite Pracht der strahlendenFarben, jeder blühende Strauch, jede wunderbar geschmückteBlume und der Gesang der Vögel in den Höhen zuruft: Gottliebt dich! warum kümmerst du dich, warum sorgest duängstlich? Gott liebt dich! Warum lebst du doch nie für dengegenwärtigen Augenblick, und wagst es nicht, freier zu athmen,und nie dir ganz selbst und deinem allerhöchsten Geistesberufeanzugehören? Gott liebt dich! Warum suchen wir höchstensnur in arbeitloftn Stunden unserm Leibe eine Erquickung undRuhe zu schaffen; ihm durch Lustbarkeiten gemeiner Art wohl-zuthun und ihn zu neuen Arbeiten zu stärken? Sind wir Sennnicht mehr als das Thier, welches ebenfalls nichts thut, als nachder Mühe und Anstrengung seiner Kräfte zu ruhen, und sichsinnlich zu ergötzen? Welche Erquickungcn gewähren uns denndie Lustbarkeiten gemeiner Art? Sind sie nicht leider für vieleMenschen oft schädlicher, schwächender, als die Arbeit selbst?