nicht überwältigen. Und ich will dir geben die Schlüssel desHimmelreichs, das heißt, Recht und Gewalt, in die GemeineGottes, in die Zahl meiner Anhänger, in das Gottcsreich ein-treten zu lassen, welchen du dazu für würdig hältst. Denn sodu mich kennst, wirst du auch die kennen, die zu mir gehörenwollen. Alles, was du auf Erden bindest, soll auch im Himmelgebunden sein; und Alles, was du auf Erden lösen wirst, sollauch im Himmel los sein. (Match. 16, 19.) Dieses Rech:ertheilte aber Jesus nicht nur dem Petrus, sondern mit den-selben Worten auch allen seinen Jüngern. (Match. 1s, 18.)
Auch nach seiner Auferstehung wiederholte er ihnen die Er-theilunz jenes Rechts feierlich, da er sie in Jerusalem bei ver-schlossenen Thüren beisammen fand. Er hauchte sie an, alswollte er ihnen seinen Geist einhauchen, diesen göttlich-reinen,nur im Himmlischen lebenden Sinn, und sprach: Nehmet hinden heiligen Geist. Welchen ihr die Sünde erlasset, das heißt,bei welchen ihr Reue über das begangene fehlervoüe Leben undSehnsucht nach heiligern Dingen findet, daß ihr sie würdighaltet in mein Reich einzugehen: denen sind ihre Sünden erlassen,denen sei gestattet, aufgenommen zu werden in dir heilige Ge-meinschaft der Verehrer und Kinder Gottes, über welchen desVaters Gnade waltet ewiglich. Und welchen ihr ihre Sündebehaltet, daß ihr sie derentwillen unwürdig findet, mir anzu-gehören, denen sind sie behalten. Sie bleiben ausgeschlossenvon mir und euch. Freunde des Lasters und Irrthums könnendes Gotlesrciches Bürger nimmermehr sein. (Joh. 20, 23.)
So wie er seinen Jüngern, als künftigen Boten des Evan-geliums, das Recht und die Gewalt gab, die von ihnen Be-kehrten in die Gemeinschaft der Geheiligten aufzunehmen, theilteer ihnen auch die Kraft mit, durch welche er während seinesLehramtes der Wohlthäter so vieler Unglücklichen geworden.Die Zeichen, sprach er, die da folgen werben denen, die daglauben, sind folgende: In meinem Namen werden sie Teufelaustreiben, oder die im damaligen Sprachgebrauch Besessen-Gehrißenen von ihrer schrecklichen Krankheit befreien; sie werde»ihnen nicht schaden; auf die Kranken werden sie die Hände legen,