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Wandel, sondern auch im Tode; nicht Kerker und Schwert undKreuz mehr zu fürchten; kein Jerusalem, kein Golgatha, keineHohenpriester, keinen PilatuS, keinen Herodes Antipas. Dennsie sahen, mit ihm war Gott, in ihm Gott, er in Gott; siesahen, so werde Gott mit ihnen sein, wenn sie Welt und Leben §verachten um des Göttlichen willen. !
Nicht nur zunächst den Juden, oder den unmittelbaren Jün-gern Jesu, sondern unmittelbar durch sie ward die Auferstehungdes Herrn allen spätern Bekennern eine der wichtigsten undtrostreichsten Begebenheiten. Er hatte Unsterblichkeit und ewigesLeben gelehrt. Jetzt ward Er, der Gestorbene, der Neulebende,das herrliche Vorbild dessen, was unsere höchsten Erwartungen,was die Sehnsucht der gesummten Menschheit erfüllt. Nun aber istChristus auferstanden von den Todten und der Erstling gewordenunter denen, die da schlafen! sagte Paulus (1. Kor. 15,19.20.) rHoffen wir allein in diesem Leben auf Christum, so sind wir dieElendesten unter allen Menschen. ,
Mit der geschichtlichen Erzählung von der AuferstehungJesu verknüpfte sich in allen Bekennern Jesu die Aussicht .ins ewige Sein. Unsterblichkeit ward von nun an dieLosung aller Christen, und Viele, die sich vom Juden- undHeidenthum zur Lehre des Erlösers bekehrten, wurden sogarüber den Gräbern der Todten getauft, gleichsam zur Unsterblich-keit geweiht. (1. Kor. 15, 29.)
Was wir in unserm üblichen Sprachgebrauch Unsterblich-keit der Seele nennen, hieß in der Sprache der damaligenZeit Auferstehung vom Tode. BeideS ist gleichbedeutend.Schon die Sekte der Pharisäer glaubte und lehrte die Auf-erstehung, aber verstand sie ganz gröblich vom irdischen Körper,der in die Erde zur Vermodcrung eingescharrt wird. Daherwollten auch die Sadducäer nichts davon wissen, und machtendiese Meinung lächerlich, wie wir im Ev. Luk. (20, 27 — 33)sehen. Christus Jesus aber widerlegte die Spitzfindigkeiten derSadducäer eben so sehr, als die grobe Vorstellung der Pharisäervom Wiederaufstehen des vermoderten, gebrechlichen Körpers ausdem Grabe. Wie sollte nichtiger Staub, der da verweset, und nach