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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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den Weg zur Selbstvollendung. Sie kannte ihre höchsten Be-stimmungen. Es war vollbracht; für Sünder die Beseligungerworben, auch wenn Jesus, der Gekreuzigte, nie wieder er-schienen, und sein Leichnam im Grabe geblieben wäre.

Aber neue unerklärliche Begebenheiten ereigneten steh nachseinem Begräbniß. Das Wunderbare, mit welchem die Gott-heit sein ganzes Leben umgeben hatte, umgab auch sein Grab.Jesus hatte seine irdische Laufbahn noch nicht vollendet. Waser oft dunkel angedeutet, und keiner seiner Jünger und Freundeganz verstanden hatte, geschah. Es geschah das Außerordentlichste,daS Erfreulichste, was kein Sterblicher, was keiner von JesuVerehrern, keiner von den blutdürstigen Feinden des Messiaserwartet hatte.

An der Sabbathe einem bereiteten sich die FreundinnenJesu, des Gekreuzigten, seinen Leichnam, der nur für einst-weilen wegen des Sabbaths, an dem jede Arbeit untersagtwar, ins Grab beigesetzt worden, vorzubereiten, wie er derErde übergeben werden sollte. Sie hatten nach der Sitte desLandes Salben und Spezereien zugerichtet, die geliebte Aschedes Unvergeßlichen damit zu umhüllen, und der Verwesung langezu entziehen.

In der Morgenstille, früher als die Uebrigen, kam MariaMagdalena zum Grabe. Sie wußte, daß ein Felsstein vor dieOeffnung des noch ganz neuen Begräbnisses gewälzt war, umJedem den Eingang zu verschließen. Dies war nicht nur derwilden Thiere wegen geschehen, oder des Volkes wegen, daswohl aus Neugier hätte dahin gehen können, sondern auch derJünger Jesu willen. Die Hohenpriester fürchteten, diese möchtenden Leichnam ihres gekreuzigten Meisters heimlich entführen,und dann im Volke ausstreuen, der Messias, der Gestorbene,sei nicht gestorben, sondern lebe noch und werde das Volk Israelsretten. Darum hatten die Hohenpriester nicht nur^das Felsgewölbeverschließen lassen, sondern auch bei dem Landpfleger PontiusPilatus bewirkt, daß er von der in Jerusalem befindlichen Be-satzung einige Kriegsknechte vor das Grab stellte, um es bewachenzu lassen.