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von ihm: da er sah, daß Jesus verdammt war zum Tode, ge-reuete es ihn, was er gethan. Viele Verbrecher haben gelebt,und mögen noch heute leben, auf deren Gewissen Blutschuldenlasten! Verbrecher, die noch vor dem Volke als rechtlicheMänner stehen, während sie aus Haß und Rache Unschuldigein Kerker und Tod gebracht, oder aus Wollust Jungfrauen zumOpfer ihrer Geilheit, zur Schmach ihrer Familie, zum Spottihrer Gespielinnen, zu Kindesmörderinnen gemacht und zumHochgericht geschickt haben! — Sie leben, sie lachen, verzehrenruhig ihr Brod; lassen sich in ihren Ehrenstellcn huldigen. Siedenken kaum daran; sie halten es für einen feinen Streich; oderglauben sich gut aus einer bedenklichen Sache herausgezogen zuhaben; oder sie haben es schon vergessen. Es gereuete sie nicht.Wie steht Judas neben diesen?
Die Kriegsknechte kamen. Der feile Jünger hatte ihnenden Aufenthalt Jesu in Gethsemane entdeckt. Sie fanden ihn.Aber wie? — Im Gebet zu Gott. Harmlos, ohne Besorgniß,lagen seine übrigen Schüler in der Stille der Nacht demSchlummer hingegeben. Das war der Verbrecher, den sie zumRichtplatze schleppen sollten. Jesus hörte sie, erkannte sie, undging ihnen entgegen. Was hat die Unschuld z-u fürchten? DieKrieger erstaunten, ihn selber daher treten zu sehen. So trittkein Sünder daher. Judas küßte ihn, damit sie ihn kennensollten. Sie zweifelten noch. Da sprach er selbst: Ich bin's! —Alle crschracken, wichen zurück, von abergläubigem Schreckenüberwältigt: denn sie wußten: er könne Zeichen und Wunderthun. Seine Furchtlosigkeit machte ihnen Grauen. Er konnte,wäre er einer Schuld sich bewußt gewesen, noch diesen Augen-blick, begünstigt von der Nacht und Einsamkeit, entrinnen. Erblieb. Ihr seid ausgegangen, sagte er, als zu einem Mörder,mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fangen. Bin ichdoch täglich gesessen bei euch, und habe gelehrt im Tempel, undihr habt mich nicht ergriffen! — Seine eilf Jünger, vom erstenErstaunen genesen, wollten ihn mit den Waffen in der Faustbefreien, da die Kriegsknechte Hand an ihn zu legen wagten.Der feurige Petrus von Allen zuerst zuckte das Schwert. Jesus