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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Diese Aussichten hatte Jesus für seine Lehre, für seine Be/ ^kenner. Aber so weich und zartfühlend, so menschenfreundlich >er auch war, machte ihm doch das Alles kein Grauen. Für dieWahrheit leiden und bluten war ihm nichts Großes, nur eineeinfache Pflicht. Für das Glück der Menschheit, für die Voll»- !endung und Seligkeit der Geister das Leben aufopfern, warkein Unglück. Was liegt am Tode des Leibes? Wem Allesgehört, was kümmert den der Verlust des Kleinsten? Wer Gotthat, fragt der nach dem Staube? Wer die Ewigkeit vor sichsieht, dem kann es gleich heißen, ob er auf Erden, oder vorGott verklärt, in bessern Welten lebte. So dachte Jesus. Indieser hohen Sinnesart erzog er seine Jünger. Er, der so gerndie Thräne jedes Leidenden trocknete, lehrte als Nothwendigkeitden künftigen Schmerz der Welt um seines Evangeliums willen-Völker mußten verderben, Throne stürzen mit Ruhe sahChristus in diese Zukunft, wie er mit Ruhe in sein eigenes^,finsteres Schicksal hinaussah.

Zu den nicht minder merkwürdigen Weissagungen JesmChristi gehört seine Verkündigung von der Zerstörung Jeru^salems und der Auflösung des jüdischen Volkes. Er sprach siemit der erschütternden Gewalt eines der ersten Propheten des-Alterthums, warnend, mahnend, und vergebens! Aber er wußtenwie ungläubig aller Pöbel ist gegen mißfällige Wahrheiten; wieleichtgläubig für schmeichelnde Lügen! Wie herrliche Thatcmhatte er vor den Augen Galiläa'S gethan; wie wenig vermochteer zur Besserung dieses in Gemeinheit Verlornen Volkes! Wehedrr Chorazin! rief er betrübt und unwillig: wehe dir, Bethsaida^denn wären solche Thaten zu Tyrus und Sidvn geschehen, diebei euch geschehen sind: sie hätten vor Zeiten im Sack und in deeAsche gesessen und Buße gethan! Doch wird es Tyrus und Sidorr"erträglicher geben am Gericht, denn euch. Und du, Kapernaum^die du bis an den Himmel erhoben bist, du wirst in die Höllehinuntergestoßcn werden.

Er verkündigte Jerusalems Untergang. Wie hätte der stolzeJude an das Wort der Weissagung, an die Vernichtung derheiligen Stadt, an das Ende des israelitischen Reichs, an die