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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Gelehrten sahen mit Stolz auf ihn herab. Und doch sagte ervoraus, wie sein Wort sich über den ganzen Weltkreis verbreitenwerde. Es ist einem Senfkörnlein gleich, sagte er, welches einMensch nahm, und warf es in seinen Garten ; und es wuchs,und ward ein großer Baum, und die Vögel des Himmels wohntenunter seinen Zweigen. (Luk. 13, 19.) Himmel und Erde, sagteer, werden vergehen, aber mein Wort wird bleiben. DieEvangelisten, welche die Aeußerungen Jesu vor achtzehnhundertJahren aufgezeichnet haben, thaten es ohne Hoffnung, die Er-füllung derselben zu sehen. Sie starben. Ihr Staub ist längstverweht. Das Reich Israel ging unter. Es verging die Herr-lichkeit Roms. Es vergingen die gewaltigsten Staaten. Allesward anders. Aber Jesu Lehre verging nicht. Sie dehnte sichüber alle Welttheile aus, und Nationen wohnen beglückt imSegen derselben. Wir sind Zeugen der Erfüllung. Und dauertdas Leben des menschlichen Geschlechts noch viele Jahrtausendefort : die Lehre Jesu wird fort dauern, ausgebreiteter, reiner,herrlicher, denn jetzt. Sie wird fortdauern, so lange noch eineVernunft auf Erden den Gedanken des Göttlichen fassen kann.Unserer Urenkel Enkel werden in einem spätern Jahrtausend dieWeissagung des Messias von dem Gottesreich noch glänzendererfüllt sehen, als wir, und sie mit höherer Begeisterung ver-herrlichen, als wir, die wir zum Theil noch im Schlamm derThicrheit, in Barbarei und Halbbcidcnkhum versunken liegen.

Die Verfolgungen, welche den Nennern der heiligen Wahr-heiten bevorstanden, erkannte der Messias so klar, als wir siejetzt aus der Geschichte der Vergangenheit kennen. Er brachteetwas in die Welt, welches sich mit den bisherigen Elementenderselben nicht vereinbaren ließ. Ein Glaube an den einzigen,lebendigen Gott mußte im Widerstreit mit dem Aberglauben desGötzendienstes stehen. Die Lehre von der Heiligkeit und Welt-verläugnung konnte sich nicht mit dem Hang der Völker paaren,in Lebenswollüsten das höchste Gut zu suchen. Die Lehre derLiebe zur Gottheit und Menschheit, als Quell aller Tugend,konnte sich nicht paaren mit der Liebe derer, welche die Liebedes Vaterlandes oder des Nachruhms, oder die Furcht vor dem