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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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furchtbar, wie ihr Haß. Er wollte weder ihre Gunst auf solcheArt gewinnen, wie sie ihm anboten; noch war er ihrer Feind-schaft schuldig, mit der sie ihn verfolgten. Immer und überallverkannt, hörte er aber dennoch nicht auf, zusein, der er war,liebend, segnend, wohlthuend. Gleichmuth verließ ihn nie.Wer bis an das Ende beharret, der wird selig.

Die Gleichmüthigkeit Jesu Christi in allen Wechseln drSGlücks und der Volksgunst ist einer der schönsten und wahrhaftgöttlichen Züge seines Lebens. Er bewahrte sie bis an sein Ende.Stets erschien er, als der Sehende unter den Blinden, als derNüchterne unter den Berauschten, als der Großmüthige unterden Irrenden. Er war und blieb der große Feind des Irrthumsund der Sünde, aber der Vertheidiger und Freund der Mensch-heit. Großmüthig konnte er noch vom Kreuze herab beten: Vater«ergib ihnen; sie wissen nicht, was sie thun!

Diese Erhabenheit der Gesinnung wird an ihm ewig be-wundernswürdig bleiben. Wir wissen aus den von den Evan-gelisten uns überlieferten Lebensbeschreibungen, daß Jesus einesrmgemein zartfühlenden Gemüthes war, daß seine Empfindun-gen laut wurden in den Aufwallungen der Freude wie des Un-willens. Aber auch darin erschien er stets groß, weil sie immer«us den edelsten oder gerechtesten Ursachen hervorgingen. EinJesus konnte sich nicht über Geringeres freuen, als über daSGelingen seines Eclöserwerkes. Ruhm und Reichthum, Kronenund Lobreden, und waS wohl den gemeinen Haufen ergötzt,lagen seinem himmlischen Sinn zu tief. Ein Jesus konnte übernichts anderes in Unwillen gerathen, als über den beharrlichenTrotz eigennütziger Heuchelei, über den Stolz des Verbrechens,mit welchem es die Tugend verdammt und den Verstand desVolks blendet. Ein Jesus konnte um nichts Geringeres ThränenVergießen, als r>n die Sünde der Welt.

Er zitterte zuweilen, aber nie für sein Leben, sondern fürGottes Sache und der Menschheit Heil. Mit Gelassenheit ließrr sich verhöhnen und verfluchen; kaltblütig, oder mit Wider-willen hörte er des Volkes Bcifalljauchzen. Er war, weil ergöttlich gesinnt war, und feines Gottes und der Ewigkeit gewiß.