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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Er forschte von Zeit zu Zeit nach der Meinung, die manim Lande von ihm hege. Wer sagen die Leute, daß des MenschenSohn sei? fragte er eines Tages seine Jünger, da er mit ihnenam Fnße des Gebirges Libanon in Galiläa ohnweit der StadtCäsarea Philippi war, die in der Nahe von den Jordanquellenlag. Sie antworteten: Etliche sagen, Du seiest Johannes derTäufer; die Andern, Du seiest Elias; Etliche, Du seiest einJeremias oder sonst der Propheten einer. Jesus schien mitdieser Meinung des Volkes zufrieden zu sein; gern wollte er soangesehen sein, wie diese Sittenverbcfferer und Lehrer von Gott.Er wollte diese Meinung erst herrschender werden lassen, damitman ihn desto richtiger begriff, welcher Christus oder Messiasrr sein wollte; nicht Gründer eines weltlichen Thrones, sonoerneines von allem Irdischen freien Gottesreichs. Er begnügtesich, wenn er nur von denen erkannt würde, die seine Geweihtenund Erwählten waren. Deswegen setzte er sogleich die Fragehinzu: Und wer sagt denn ihr, daß ich sei? Petrus sprach:Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn. Er belobte dieUeberzeugung des Jüngers; aber daneben verbot er Allen, daßsie Niemand sagen sollten, daß er Jesus der Christ oder Messiaswäre. (Matth. 16, 20.)

Diese Behutsamkeit und Vorsicht in der Vollführung seinergroßen Entwürfe sicherten ihm das Gelingen derselben. Erstwenn der feste Grund zu dem göttlichen Bau gelegt sein würde,welcher alle damaligen Reiche der Welt und alle Jahrtausendeüberleben sollte: dann erst war es Zeit, dem Urtheile der Welt,dem Zorn der selbstsüchtigen Priester und Pharisäer, Trotz zubieten, und sein Wort mit dem Tode zu bekräftigen.

In diesem Sinne antwortete er seinen Anverwandten,welche ihn ermunterten, öffentlich als der Längftverheißene, alsder Retter von Israel, in Jerusalem und an einem der volk-reichsten Feste aufzutreten. Meine Zeit ist noch nicht hier, sagteer zu ihnen, euere Zeit ist allewege. Die Welt kann euch nichthassen, denn ihr gehet mit ihr, ihr seid wie sie; michaber hasset sie, denn ich zeuge von ihr, daß ihre Werke bösesind. (Joh. 7, 6. 7.)