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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
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gewöhnte er auch seine Schüler. Ihnen fehlte es nicht selten amunentbehrlichen Brod. Als sie eines Tages durch die S mtfeldermit ihm gingen und hungerten, rauften sie Aehren aus, und aßen.So wir Nahrung und Bekleidung haben, lasset uns genügen! sagteer zu ihnen. Er wollte sie früh und standhaft zu allen Entbeh-rungen gewöhnen, denn er wußte, welchen Bestimmungen er sieweihte. Nur durch Strenge gegen sich selber und Abhärtungkonnten sie einst Helden Gottes in den Stürmen der Welt werden;und ohne Scheu der Mühseligkeiten, unabhängig von selbst-geschaffenen Bedürfnissen, frei die Verkünder eines verfolgtenEvangeliums sein.

Aus eben diesem Grunde machte er an diejenigen, welche ihmNachfolgen wollten, die Forderung, sich streng zu prüfen, ob sieder von ihm zur Bedingung gemachten Entsagung fähig seien.Ihm in Vollführung seines Plans zu folgen, dazu gehörte höhererMuth, und stärkere Enthaltsamkeit, als zur Lebensart oder zumWagstück eines Kriegers. Denn, gleich dem Krieger, heute zudarben, um morgen schwelgen zu können, oder unerschrocken undwild gegen die Todesgefahr zu gehen, ist nichts Großes. Tausendeund wieder Tausende haben dazu Muth, und finden daran Ver-gnügen. Aber ein ganzes Leben voller Aufopferungen vor sichzu sehen, ein Leben voller Armuth, Verkanntheit, Entehrungund Schrecken; ein Leben ohne Erquickung, ohne Sicherheit,«ur mit Aussicht auf Kerker und Tod: und für das allesnichts zu haben, als ein frohes Bewußtsein: das verlangt eineEntschlossenheit höherer Art. Diese Entschlossenheit hatte der reicheJüngling nicht, welcher gern des Messias Jünger gewordenwäre, aber betrübt davon schlich, als er hörte, er müsse seineGüter verkaufen, sein Vermögen den Nothleidcnden austheilen,wenn er in die Gesellschaft Jesu aufgenommen sein wolle. Aucheben deswegen warnte Jesus den Schriftgelehrten, der, durchseine Lehre bewegt, in schöner Begeisterung rief: Meister, ichwill Dir folgen, wo Du hingehst. Die Füchse haben Gruben,sagte Jesus zu ihm, und die Vögel unter dem Himmel habenNester, aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupthinlege. (Matth. 8, 20.)