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zu erblicken, als man zu finden erwartet hatte. Er konnte oft^ mitten durch seine Verfolger, oder durch daS Gedränge desVolks hingehen, ohne daß man auf ihn Acht gab, wenn manihn nicht schon vorher persönlich kannte.
So wenig kommr in den göttlichen Rathschlüssen dasjenigein Anschlag, was die Menschen, wie fie gewöhnlich find, fürbedeutend zu halten pflegen. Da war kein Gepränge, keinglänzender Aufwand, keine Gönnerschaft der Großen, keinbequemes Auskommen, kein Leben in Prachthäusern. WoraufMenschen am meisten sehen, was sie am begierigsten suchen, dasAlles fehlte. Der stille, bescheidene Sinn, der in Jesu wohnte,sprach sich in seinem ganzen Aeußerlichen aus.
Es ist äußerst anziehend, Jesus in seinem bürgerlichen undHäuslichen Leben zu beobachten. Eben in diesen Kleinigkeitenoffenbart sich das Gemüth oft am bestimmtesten und klarsten.Das Reinmenschliche, was wir an Jesu bemerken, führt ihnAns, oder uns ihm gleichsam näher, als wir ihm gewöhnlichin der Betrachtung seiner Gcistcshohcit stehen. Wir erkennen inihm unsern Bruder; wir fühlen uns ihm verwandter, und ge-winnen dabei mehr Vertrauen auf uns selber, ihm in der hohen> Denkart ähnlich werden zu können.
Man sieht es wohl, daß Maria, seine Mutter, immer von ihmaußerordentliche Erwartungen hatte, ohne eigentlich doch sichM deutlich bewußt zu sein, was er der Welt leisten wolle. Ihr war es
»lf mcht entgangen, daß er an Weisheit und Einsichten und besondern
M Kräften andern Menschen überlegen war. Sie schien, ehe er offent-
^ « lich auftrat, recht sehnsuchtvoll den Augenblick zu wünschen; und
^!in als er endlich vom Jordan zurückgekommen war, wo ihn Johannes
Bill getauft hatte, und er schon die ersten seiner Schüler angenommen
Hatte, glaubte sie, er müsse sich nun allem Volk in der ganzenGröße eines Hähern Wesens zeigen. Deswegen, da sie mit ihmtll zu Kana in Galiläa zur Hochzeit eingeladen war, und es an Wein
Aß gebrach, glaubte sie, es sei genug, sich an ihn zu wenden; er
werde schon Rath schaffen. Sie munterte ihn auf, und sagte:Sie haben keinen Wein mehr. Jesus schien unzufrieden mit dieserKB Aufforderung. Wozu das? sprach er: Was willst du? Meine