verwandelt nur seine Formen, aber es vergeht nicht, und umso weniger mein Geist aus Gott. Er ist zu l-öhern Vollendungenvorhanden; aber er muß sich selber vollenden. Er muß sich vomIrdischen zum Göttlichen aufschwingen, das heißt: sich heiligen.Dazu verleiht der Vater der Seligkeiten Kraft; das ist seinheiliger Geist, durch welchen wir vollkommen werden. So hatuns Christus die Gottheit in ihren mannigfaltigen Beziehungenzum All der erschaffenen Wesen, und folglich auch insbesonderezum menschlichen Geschlecht, offenbart.
Gleichermaßen hat uns Christus eine Offenbarunggegeben vom Werth und Wesen des menschlichenGeistes und vom Verhältniß desselben zur Gottheitund zum Weltall. Er lehrte uns unsern W e r t h kennen:wir sind Kinder, Söhne, Töchter Gottes. Er lehrte uns unserWesen kennen : wir sind Geister, unvergänglich, dem ewigenVater angehörend, ewig fortwährend, ewig wirkend. Wir habeneine herrlichere Bestimmung, als hier mit den Thieren des Feldeszu entstehen und zu vergehen — Vollendung in der Ewigkeit,Vereinigung mit Gott, Annäherung zum Allerheiligsten.
Dazu wies uns Jesus Christus den Weg. Seine Tugend-lehre ist der Weg der Wahrheit und des Lebens. So wie eruns unsern Standpunkt im Weltall zu Gott zeigte, offenbarte-er uns auch, was wir zu thun haben, würdige Söhne undTöchter Gottes zu sein und die Seligkeiten zu gewinnen, derenunsere Geister fähig sind. Darum sagte Christus: Wer mein Worthöret, und glaubet dem, der mich gesandt hat, der hat dasewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er istvom Tode zum Leben hindurchgedrungen. (Joh. 5, 24.) Undtodt ist, wer, fern vom Göttlichen, sich im Todten, Irdischen,Bewußtlosen, Vergänglichen verliert, wie das Thier. Er hatdas Leben einer Pflanze, die auch im Irdischen schwelgt; erhat das Leben eines Thieres, das sich auch am Sinnengenuß undGefühl ergötzt; aber das Leben des Geistes selbst fehlt, denn erkann nur im Erkennen und Neben göttlicher Dinge leben. Sohat uns die Stimme Jesu von den Todten erweckt, indem sieunsern Geist zum wahren Leben riefle