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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
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gehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.(Mark. 13, 31.) Solches vermochte kein Anderer unter denSterblichen von sich und seinem eigenen Werk zu sagen. Eshat zwar auch andere Religionsstifter gegeben, welche mit großerKlugheit eine neue Lehre predigten, die sie dem Geiste des Volksund den Zeiten annehmlich zu machen, oder mit scharfsinnigerBenutzung äußerlicher Anlässe über große Länder und Völkerauszubreiten wußten. Die Lehre Mahomeds ist neben der christ-lichen noch in drei Welttheilen sehr verbreitet, in Asien undAfrika heutiges Tages sogar noch gemeiner, als die christlicheReligion. Und doch kann und wird der mahomedanische Glaubenicht von ewiger Dauer sein, so wenig, als es der jüdische seinwird, und es je der heidnische war.

Alle andere Religionsarten, welche neben dem Christenthumbestehen, werden nur bei unwissenden, ganz oder halb bar-barischen Völkern in der Welt gefunden, deren Vernunft nichtzu einer höhern Vollkommenheit entwickelt ist. Solche Völker,die noch mehr oder minder thierisch sind, und denen das, was-den Sinnen wohlthut, das Liebste ist, werden an Religionen Ge-fallen finden, die ihren sinnlichen Begierden, ihren Leidenschaf-ten, ihrer Einbildungskraft schmeicheln. Allein je mehr die Auf-klärung des Geistes in jenen L indern zunimmt, je verachtungS-würdiger und lächerlicher muß ihnen der bisherige rohe Glaube-vorkommen. Daher suchen die Priester solcher Völker das Lichtder Wissenschaft und besserer Kenntniß so lange als möglich von-ihren Gegenden abzuhalten. Sie sehen voraus, ihre Tempelwerden leer werden, ihre Altäre zerfallen, der Glaube an daswahrhafte Wort Jesu wird überhand nehmen, je mehr dieVölker selber denken lernen, und das Sklavenjoch der Unwissen-heit und blinden Gewohnheit abwerfen.

Hingegen die christliche Lehre wird mit der wachsenden Auf-klärung der Nationen immer tiefere Wurzeln schlagen, immererhabener, wahrheitreicher, tröstender und göttlicher erscheinen.Sie ist der Glaube der allergebildetsten Völkerdes Erdballs; sie ist mit der höhern Bildung, Einsicht undVollkommenheit des menschlichen Geschlechts Eins und un-