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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Jakobus, genannt der Aeltere, des Zebedäus Sohn,ist uns in seinen Schicksalen leider nicht minder unbekannt ge-blieben. Nur die Apostelgeschichte meldet, daß er von allen zwölfJüngern Jesu der erste gewesen sei, welcher die Märtirerkroneempfangen habe, da ihn Herodes Agrippa in Judäa, kaum vier-undvierzig Jahre nach Christi Geburt, mit dem Schwert hin-richten ließ.

Näher kennen wir aus hinterlassenen Schriften seinen Bruder,den Apostel und Evangelisten Johannes. Wen hätte Johannesnicht schon entzückt? Wen nicht seine stille Majestät gerührt, inder er redet, nicht seine gemüthliche Milde, das Zartgefühl, derAlles verklärende Reiz der Einbildungskraft und die Erhaben-heit seines Ausdrucks? Er hatte das Höchste und Tiefste derLehre Jesu und des Jesuslebens ergriffen und in dem WorteLiebe aufgefaßt. Ohne Liebe ist aller Glaube, alle Tugendtodt. Er selbst athmete nur Liebe. Als ein Jüngling von un-gefähr fünfundzwanzig Jahren kam er zu seinem göttlichenFreund und ward dessen Zögling und Vertrauter. Auch Jesusbehandelte ihn mit besonderer Zärtlichkeit und Güte; Johanneswar es, der im Kreise der Jünger an des Meisters Brust ruhendurfte; er war es, welchen der leidende Heiland in den Augen-blicken der Todesangst am Oelberg bei sich zu haben wünschte;der allein von den Jüngern Christum zum Kreuze begleitete; demdort der sterbende Welterlöser die trostlose Mutter empfahl.

Und der Geist der Liebe führte ihn hinaus in die Welt, dasWort der ewigen Barmherzigkeit zu verkünden. Die noch vonihm vorhandenen drei Briefe, seine Lebensbeschreibung Jesu,selbst das unsern Tagen dunkel gewordene Bild prophetischerGesichte, welches wir unter dem Namen der OffenbarungSt. Johannis kennen, bezeugen, wie er ohne Kunst, ohne Be-redsamkeit, durch das Feuer seines Geistes, Geister erleuchteteund Herzen erwärmte. Muthig duldete er nachmals die schwersteVerfolgung, lebte eine Zeitlang als Verbannter auf der kleinenInsel Pathmos, und starb hockbetagt in der Stadt Ephesus.Es ist allerdings seiner würdig, zu glauben, was uns das Alter-thum von seinen letzten Tagen überliefert hat, wie man den

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