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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
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ia Schulwitz und Spitzfindigkeit übertroffen sahen. Sie gabensich kaum Mühe, das Wort Jesu zu prüfen, oder ihn näherkennen zu lernen.

Eben so wenig würdigten ihn die Reichen und Vornehmenihrer Aufmerksamkeit. Ihnen galt behagliches Wohlleben, Prunkund Wollüste!« mehr, als alle Weisheit, die ihnen Jesus bringenkonnte. Sie hielten ihn allenfalls für einen eifrigen Sittenrichterund Tadler. Deß waren sie beim gemeinen Mann schon gewohnt.Oder für einen gutmüthigen Schwärmer, durch den mau sichaber keineswegs im Leben-genusse müsse stören lassen. Und wennnoch einer oder verändere von ihnen sich die Mühe gab, anzuhören,was er eigentlich vom Menschen zur wahren Vollkommenheitbegehre, und er dann sagte:Gehöre weniger deinen irdischenGenüssen, als der Erkenntniß und Uebung beS Göttlichen an!Hange nicht mit deiner Seele an dieser Pracht, an diesem Gelde,an diesem behaglichen Leben, sondern willst du vollkommen sein,werde dir Alle- dergleichen gering, gehe hin, verkaufe was duhast, mindere die allgemeine Noth damit, sammle dir statt dessenSchätze der Ewigkeit und folge mir nach!" so lächelten siewohl mitleidig auf ihn nieder, oder gingen niedergeschlagen vonihm weg, wie jener reiche Jüngling, der ihn gefragt hatte: wasfehlt mir denn noch? (Matth. 19, 80.)

So urtheilten die meisten der damaligen Menschen, die Jesumerblickten und nicht näher kannten. Weit schneidender war nochdas Urtheil derer, die ihn von Kindheit auf gesehen hatten,die mit ihm erzogen waren. Sie erstaunten freilich über seinehöhern Einsichten, aber eben dies verursachte ihnen unangenehmeEmpfindungen. Wie will der mehr sein, als wir? Ist er nichtUnsersgleichen, und er maßt sich an, unser Meister zu heißen?Woher kommen ihm solche Weisheit und Thaten? Ist er nichteines Zimmermanns Sohn? Heißt nicht seine Mutter Maria?und seine Brüder Jakob und Joses, und Simon und Judas?Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woherkommt ihm denn Alles? (Matth. 13, 54 56.)

So wurde Jesus beurtheilt. Er wußte es. Er kannte seinVolk, er kannte sein Zeitalter. Doch die- machte ihn in seinem