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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
54
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Gemüthsart des Volkes, das ihn umgab. Es wußte nicht, wases wollte; noch weniger, was es selber sollte. Es forderte Zeichenund Wunder, und zweifelte oder vergaß nach gestillter Neugier.Es forderte einen Christus, aber wollte diesem den Weg ver-zeichnen, welchen er zu gehen habe, statt von ihm den Weg derallgemeinen Rettung zu empfangen. Es sehnte sich nach Glück undRuhm, und verlangte zum Messias einen Empörer. Niemandthat ihm genug, weil Keiner that, was dem großen Haufen ge-fällig sein mochte; am wenigsten Jesus, und was Jesus forderte,übertraf alle Kräfte von Menschen, die bisher gewohnt gewesenwarm, mehr für sinnliche Verhältnisse und thierische Bedürfnisse,als für das Höhere, Geistige und Göttliche zu leben.

Er fand beim leichtsinnigen Pöbel zwar schnellen Anhang,aber schnelle Verachtung. Die- Volk, allzusehr in seinem Sklaven-thum versunken, wollte nur Glanz, Reichthum und Macht sehen,um zu glaubm. Es konnte sich nicht einbilden, daß Einer, dessenAeußerliches nichts versprach, etwas Erhabeneres sein oder leistenkönnte. Erschien ein reicher Mann, so war es bereit, ihm zudienen und zu schmeicheln; erschien ein Fürst, es kroch mitniederträchtiger Demuth vor ihm. Aber ob ein Jesus unter ihmstand, wohlthuend, menschenfreundlich, aufklärend; ein Jesusvoller Heiligkeit, edler Anspruchlosigkeit und Weisheit, das wargleichgültig.

An andern Gebrechen kränkelte die sogenannte feinere undgebildetere Welt, deren Einsichten wohl reifer sein konnten, dieGröße Jesu, die Unschuld und Majestät seines Wandels undseines Wortes zu erkennen. Allein hier herrschten vorgefaßteMeinungen; hier der Wahn und Geschmack des Jahrhunderts;hier der Alles neben sich geringschätzende Gelehrtenstolz. Waswill dieser Galiläer mehr wissen, als wir Bewohner der Haupt-stadt, als wir Schriftgelehrten? dachten sie. Ein Gottgesandterzur Rettung des menschlichen Geschlechts will er sein? So beweiseer die Göttlichkeit seiner Sendung mit Wundern.Meister, wirwollten gern ein Zeichen von Dir sehen."

Verhärtet in ihren Meinungen und gelehrten Vorurtheilen,war ihnen der ein unbedeutender Mensch, von dem sie sich nicht