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5.
Johannes der T ä n f e r.
Luk. 3, t — 22.
Und was mir auch das Schicksal sende/
Nur guter Anfang / gutes Ende!
Und was mir droht/ und was mir lacht/
Mit Gott den Anfang nur gemacht.
Mit Dir/ mit Dir will ich beginne»/
Das gute Ende zu gewinnen.
Was ich gelebt/ das decke zu;
Mein Künftiges regiere Du!
Äle Sinnesänderung ist eine wirkliche Abänderung des Weltlaufsund eine Verwandlung der Gestalten um uns her. — Denn dieWelt ist nur das, wozu ich sie mache, wofür ich sie halte. Sieerscheint dem Bösewicht durchaus anders, als dein tugendhaftgesinnten Menschen. Wie meine Gesinnung, so ist auch natürlichmeine That, und wie meine That, so ist auch ihr Erfolg unddie ganze Reihe der nachfolgenden Wirkungen. Durch mich selbstbin ich also stark genug, der Schöpfer meiner Umgebungen zuwerden. Und kann ich nicht die Verhängnisse berufen oder weg-werfen, bin ich doch Meister von ihrer Wirksamkeit auf meineDenkart und Herr meiner innern Glückseligkeit, der sie, wennich weise genug bin, dienen müssen, nie schaden sollen.
Warst du nun mit deinen vergangenen Tagen nicht ganzzufrieden, so hängt es von dir ab, dir eine neue Welt zuschaffen. Gewiß war dein Ehrgeiz, oder dein zu leidenschaftlichesBegehren nach bessern Glücksumständen, oder sonst etwas Un-reines in deinen Begierden, ein allzuheftiges Lieben irdischerZwecke die Hauptursache vieler Verdrießlichkeiten, Unruhen undmißvergnügten Stunden. Aendere deinen Sinn, und die Weltist geändert! — Laß ab vom Unreinen deiner Wünsche und wähledir das Heilige! Laß ab von der eigensinnigen Forderung, Diesund Jenes schlechterdings erstreben zu wollen. Es ist ja ganzirdisch; es hängt doch nicht von dir, sondern von der göttlichenLeitung der Schicksale ab; es ist vielleicht dein Unglück, wenn