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in die Gewalt des mazedonischen Eroberers Alexander, der daShalbe Morgenlauo bezwingen konnte, nur nicht seine Leidemschaftcn. Als er das Opfer derselben geworden war, rißAeaypten die Macht über das gelobte Land an sich; und aus derHand Aegyptens fiel es in die Gewalt Syriens. So wurden dieJuden abwechselnd von verschiedenen Herrschern unterjocht. Nieermannten sie sich wieder zu der alten Würde, weil sie sich nichtzu den alten Tugenden ermannen konnten. Nur in blinder An-hänglichkeit an den Gebräuchen ihres Gottesdienstes zeichnetensie sich aus vor allen übrigen Völkern. Und dies war vielleichtihr höchstes Verdienst um die Welt, denn damit bewahrten siemitten unter den heidnischen Völkern und den herrschenden Bei-spielen rohen Götzenthums den hohen Glauben an den einzigenund unsichtbaren Gott des Weltalls. Hier war ihre edelsteWillenskraft in Eins zusammengedrängt, und schon das Eine,was sie begeisterte, war hinreichend, sie bei allen ihren übrigenFehlern wieder eine Zeit lang zur Selbstständigkeit zu erheben.
Denn als Antiochus Epiphanes, König von Syrien, in allenseinen Staaten eine gewisse Gleichheit der Gesetze und Sitteneinführen wollte, und ihn verdroß, daß die Juden von ihrenherkömmlichen Gesetzen und ihren gottesdienstlichen Einrichtungennicht abweichen wollten, versuchte er Gewalt. Da gerieth dasVolk in Aufstand. Judas, der Makkabäer, erhob sich an derSpitze desselben. Er schlug die Syrer, und unterstützt von RomSGewalt, die sich in Asien immer mehr ausbreitete, gelang es ihm,Israel, frei von Syrien, noch einmal zu einem unabhängigenStaate zu machen. Der Heldenmuth und die Weisheit derMakkabäer verschwand mit den besiegten Gefahren, und dieLaster der neuen Könige, ihre Bruderkriege, machten das Landbald zur Beute des Alles besiegenden Roms. Es kam der FeldherrPompejus, und eroberte Jerusalem. Dem Volke blieb zwarseine Art des Gottesdienstes unangefochten. Die Römer warenin Rücksicht des Glaubens, welchen ein von ihnen bezwungenesLand hatte, sehr gleichgültig. Aber die Unabhängigkeit desjüdischen Landes blieb nun für alle Zeiten vernichtet. DieRömer setzten einen ihnen ergebenen Fürsten, Her ödes.