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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
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glaubte, sprach er zu seinem Volke, und führte es siegreich ausägyptischer Knechtschaft in die Freiheit. Er eroberte das Landder Vorfahren wieder, und die Stämme Israels bildeten einenneuen, mächtigen Staat, in welchem Jehova's Ruhm erscholl.In langen Kriegen abgehärtet, einfach in ihren Sitten, frommund frei, schlugen sie rings um sich her die Angriffe heidnischerVölkerschaften ab. Tugend machte sie siegreich. Es war nichtmehr eine Hirtenfamilie, es war ein ganzes Volk, in welchemein heiliger Glaube wohnte. DaS Gute feierte einen Triumph.

Nicht lange. Im Frieden erschlaffte das Volk, und mit demGenusse äußerer Sicherheit erwuchs innere Zwietracht unter denStämmen, und oft traurige Gesetzlosigkeit. Die strengen Sitten,die Tugenden und die Gesetze der Vater wurden im gemächlichenWohlleben vergessen. Das Böse kämpfte wieder mächtig an.Mehr als einmal waren die Stämme Israels in Gefahr, denheidnischen Nachbarn Unterthan zu werden. Da, im Gefühl,ihrer alten Freiheit nicht mehr werth zu sein, die oft in Zügel-losigkeit entartete, wählten sie sich Könige. Und nach einanderbestiegen große Fürsten den Thron, Saul, David, Sa-lomon. Auf Sion erhob sich der Tempel des einzigen Gottes.Dort erklangen Davids und Assaphs Harfen. Noch heute singtdie Welt ihre Lieder voll ewiger Schönheit nach. Ein Sinn aufdas Göttliche gerichtet, war Salomons Weisheit. Das Gutehatte obgesiegt.

Und allen übrigen Völkern des Erdbodens war der Glaubean den einzigen Gott fremd; aber in der Mitte ihres irdischenTreibens erwachte das Bedürfniß einer bessern Kenntniß gött-licher Dinge. Sie ahneten das Dasein einer über alles Irdischeerhabenen Tugend. Des Gesetzes Werk war, wie Paulus sagt,beschrieben in ihren Herzen. (Röm. 2,14.) Vor allen Nationenleuchteten besonders die Griechen hervor in Kunst und Wissen-schaft. Sie hatten große Gesetzgeber, weise Forscher der Natur,Künstler und Dichter, wie kein anderes Volk. Sie wurden dieLehrer der Welt. Aber so hoch ihr irdisches Wesen stieg, sodunkel blieb ihnen das Göttliche. Sie achteten die Tugendhoch, aber ihre Tugenden flössen aus trüben Q ikllen. Die Liebe