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3 (1830) D bis E
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Elasticitätsmesser >

sammengedrückt werden, ihre vorige Loge gegen einander wieder einzunehmen sire-den, sobald die fremde Kraft nicht mehr wirkt- Ein Bogen, dem man durch die !

Spannung der Sehne eine gekrümmte Gestalt gibt, nimmt seine vorige Gestalt '

wieder ein, sobald die Spannung aufhört. Läßt man eine elfenbeinerne Kugel aufeine Marmorplatte fallen, so wird sie durch das Anstoßen zusammengedrückt underhält auf einen Augenblick eine plattere Gestalt, rundet sich aber sogleich wieder,sobald die Heftigkeit des Stoßes nachläßt, und hierin liegt der Grund ihres starkenZurückspringens von der harten Fläche. Den Federn der Vogel ist die Elasticitätin einem beträchtlichen Grade eigen; daher nennt man diese Kraft Federkraft, außer- .dem auch Springkraft und Contractilitat. An der atmosphärischen Luft nimmt mandiese Eigenschaft deutlich wahr. Schließt man sie in ein Gefäß ein, so laßt sie sichzwar durch einen hineingestoßenen Kolben ziemlich zusammenpressen, allein sobaldkeine Kraft den Kolben mehr treibt, stößt ihn die Luft heftig zurück. Hierauf be-ruht die Einrichtung der Windbüchsen. Zwischen der Elasticität der festen undflüssigen Körper ist ein nicht geringer Unterschied. Jene äußern ein Streben, dievorige Gestalt wieder anzunehmen; diese, sich in größere Raume auszudehnen, undman braucht davon auch das Wort Ausdehnbarkeit. Zur Unterscheidung kann mandie Elasticität der festen Körper die attractive oder anziehende, und die der flüssigendie expansive oder ausdehnende nennen. Der Grad der Elasticität der Körper istsehr verschieden, und manche Körper nehmen erst durch Kunst einen höher» Grad derElasticität an. Körper, bei denen sie ganz unmerklich ist, nennt man unelasti-sche. — Als Ursache der attractiven Elasticität nimmt Gren die Kraft des Zusam- 'menhangs der Theile oder die anziehende Kraft (Attraction) an; die expansive hin-gegen beruhe auf der zurückstoßenden Kraft der Theile in der Materie. s'Gravesandestellt sich die festen elastischen Körper aus dünnen Fibern oder aus Fäden zusammen-gesetzt vor, und beschäftigt sich vor Allem mit der Untersuchung der Metallsaiten,welche an sich schon solche Fäden bilden. Die Federkraft eines festen elastische» Kör-pers wird desto größer, je mehr seine Theile ausgedehnt werden. Sind nun alleTheile des Körpers so weit ausgedehnt, daß ihre Elasticität mit der ausdehnendenKraft im Gleichgewichte steht, so darf man die Ausdehnung nicht weiter treiben,wenn sich die Theile nicht trennen sollen. Die Gewichte, welche gleiche Fibern un-ter verschiedenen Spannungen gleich stark verlängern, verhalten sich wie die Span-nungen. Wenn 3 gleiche Saiten, in den Verhältnissen 1, 2, 3 gespannt, gleichstark verlängert werden sollen, so sind hierzu Gewichte nöthig, die sich wie 1, 2, 3 !verhalten. Die Gesetze der Elasticität bei flüssigen Körpern sind von jenen der feste»verschieden. In schweren elastisch-flüssigen Materien tragen die Unterschichten dasGewicht der obern; befinden sie sich daher in einem cylindrischen Gefäße, so leidet §der Boden desselben den Druck der ganzen Masse der elastischen Flüssigkeit, und die 'untern Schichten derselben sind begreiflich dichter zusammengedrückt als die obern,welche auf die untern drücken. Man macht auch einen Unterschied zwischen abso-luter Und specifischer Elasticität. Unter jener versteht man die Starke,womit diese Eigenschaft der Körper der zusammendrückenden Kraft widersteht, ansich und ohne Rücksicht auf die Wärme und Dichtigkeit. Diese muß allezeit derdrückenden Kraft gleich sein. Weil aber verschiedene Materien bei ungleicher Wär-me und Dichtigkeit dennock gleich stark drücken können, so nennt man diejenige spe-cifisch elastischer als die andern, welche bei geringerer Dichtigkeit dennoch gleichstark, und bei gleicher Dichtigkeit stärker drückt. Bei allen elastischen flüssigen Ma-terien nimmt die specifische Elasticität durch Wärme zu. Auch größere Dichtigkeitvermehrt dieselbe; verdichtet man z. B. die Luft unter einer Glocke, so wird auchihre specifische Elasticität in dem Verhältnisse größer, in welchem die Dichtigkeitzunimmt.

Elasticitatsmesser, ElaterometeroderDampfmesser,nennt ^