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3 (1830) D bis E
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Eichhorn (Johann Gottfried)

1824) und das Neue Test." und die„Apokryphischen Schriften", die sämmtl. 1804— 14 auch u.d.T.: „Kritische Schriften", in einer umgearbcit.Ausg. (Leipz,7Bde.)erschiene», und s. latein. geschriebene, 1791 zu Gottingen herausgek. Erläuterungder Apokalypse. Durch diese Werke wirkte er auf das thätigste zur Verbreitungeiner gesunde», aus die Kenntniß des biblischen Alterthums und der morgenländi-schen Denkwcise gegründeten Beurtheilung der biblischen Schriften. An jene Werkeschloß sich seine'1790—93zu Nürnberg mit Einl. und Anmerk. von Gabler heraus-geg. „Urgeschichte", worin er die mosaische Urkunde kritisch prüft. Zwar stets die-sen Forschungen treu, wie außer einzelnen Abhandlungen, s. Werk über die hebräi-schen Propheten (Gottingen 1816—19, 3 Bde.) bezeugt, wandte sich E. spatermehr zum Gebiete der Geschichte. Zuerst widmete er s. Thätigkeit der Geschichteder gesammten Literatur, die er in Jena und Gottingen mehrmals in öffentlichenVerträgen erläutert hatte, wodurch er Sinn und Neigung für diesen Zweig desakademischen Studiums erweckte, und zu einer zweckmäßigen Behandlung des-selben vorzüglich beitrug. Er entwarf den Plan zu einer 1796 begonnenen Ge-schichte der Künste und Wissenschaften seit der Wiederherstellung derselben bis z»Ende des 18. Jahrh., deren einzelne, unter verschiedenen Titeln erschienene Ab-theilungen, z. B. die Geschichte der Poesie und Beredsamkeit von Bouterwek, dieGeschichte der Kriegswissenschaften vonHoyer, auch besondere Werke bilden. E.schrieb dazu eine unvollendet gebliebene „Allgem. Gesch. der Cultur und Literaturdesneuem Europa" in 2 Bdn. Später gab er die Leitung dieses Unternehmens ab.Eine Übersicht der gesammten Literargcschichte begann er 1799 (Göttingen), ab«der ersten Hälfte dieses Werks folgte erst 1814 die zweite, welche die Literaturge-schichte der 3 letzten Jahrh, erzählt, nachdem jene 2 I. früher in einer neuenAufläge erschienen war. Ein umfassenderes Werk über die Geschichte der Literaturvon ihrem Ursprünge bis auf die neuesten Zeiten begann er 1805. Auch diese ver-dienstliche Unternehmung ruht seit 1812. Es ist nur erst die allgemeine ÜbcrsichtderLiteraturgeschichtc in den ältern, mittlern und neuern Zeiten unter den verschiedenenVölkern und die Literatur der schönen Redekünste geliefert worden, von der Literarge-schichte der einzelnen Wissenschaften aber bloß die, im 6. Bde. des Werks enthaltene,von Stäudlin bearbeitete Geschichte der theologischen Wissenschaften vollendet, nachderen Maßstabe man auch die Bearbeitung der übrigen Wissenschaften erwarten darf.Die Reihe s. Darstellungen aus dem Gebiete der Völkergeschichte begann er 1797mir einer „Übersicht der franz. Revolution", welche die Begebenheiten nach den da-mals zugänglichen Quellen und Hülfsmitteln (in 2 Thln.) erzählt. 1799 «ersuchte er eine Darstellung der Weltgeschichte, meist nach Gatterer's Plan, die 1804in einer neuen Aufl. erschien, 1814 mit dem 3. Bde. geschlossen, und 1818 - 20in 4 Bdn. von Neuem bearbeitet ward. Er hatte den Plan, mit diesem schätzbare»Werke eine Sammlung beweisender Stellen aus den Quellenschriststellcrn des Al-terthums und des Mittelaltcrs zu verbinden, für die Geschichte der neuern Zeit abereine Auswahl der wichtigsten Staatsurkunden hinzuzufügen, um auf diese Weisezur Quellenforschung hinzulciten; es ist jedoch bis jetzt Nichts als dieAuswahl ausden Geschichtschreibern der Römer („Antigua bistoria vx ipsis veteruin oorixto-r»m vsrrationibu» contexts", Göttingen 1811) in 2 Bdn., und der Griechen(„Antigua bistvria ex ipsis veteruin oeript. Araeevr. narrst, eont.", Lerpjlg1812) in4Bdn. erschienen. Die „Geschichte der drei letzten Jahrhunderte", somlin einem allgemeinen Überblicke, als nach den in den einzelnen Ländern Europas,Asiens, Afrikas und Amerikas vorgefallenen Veränderungen, erzählte er zuerst1804, und 1818 in der 3. Ausg. in 6 Bdn., welche die Geschichte bis auf dieneueste Zeit fortführen. Sein letztes historisches Werk ist die „Urgeschichte des er-lauchten Hauses der Welsen" (Hanovcr 1817), worin er die Abstammung desWelflschen Fürstenstammes bis zu den fernsten geschichtlichen Spuren hinaus »er-