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Dupin (Charles)
juris" bekannt. 1815 kam er in die Deputirtcnkammer, wo er sich durch edelnFreisinn auszeichnete. Er widersetzte sich dem Antrage, Napoleon den Netter desVaterlandes zu nennen, er stimmte für des Kaisers Abdankung, verlangte, die De-putirtenkammer solle sich zur Nationalversammlung erklären, und sprach gegen denVorschlag, Napoleon 11. zum Thronfolger auszurufen. Nach der Rückkehr deSKönigs beschäftigte sich D. ausschließend mit der Rechtsgelehrsamkeit, und wur-de, nebst Berryer, Ney's Vertheidiger. Er schrieb in dieser Angelegenheit einigekräftige Denkschriften, worunter diejenige, welche die Übereinkunft vom 3. Juli1815 zu Gunsten des angeklagten Marschalls anzuwenden suchte, großen Beifallerhielt. Blieb ihm in dieser Rechtssache Nichts als die Ehre der Vertheidigung, sowar der Erfolg s. Bsredtsamkeit um so belohnender, als er im folg. I. die Englän-der Wilson, Bruce und Hutchinson vertheidigte, die wegen der Theilnahme an La-valette's Entweichung angeklagt waren. Nie versagte er einem der vielen Ange-klagten, die in jener Zeit von dem Parteihasse verfolgt wurden, s. Beistand. Durchfreimüthige Schriften und kräftige Reden vertheidigte er die Freiheit der Presse;immer bereit, die Ränke einer mächtigen Partei und ihre Rachsucht zu entlarven.Mit ausgezeichneten Geistcsgaben verbindet D. die edelsten Gesinnungen, und dieUneigennützigkeit, womit er s. Beruf erfüllt, ist laut anerkannt worden. Außerdem genannten Werke hat er mehre Schriften über das römische und fcanz. Rechtherausgegeben, und eine gute Ausgabe des Natur- und Völkerrechts von Burla-magui in 5 Bdn. besorgt. S. „Nemoire», pisiiloz-er» et vousultation»" sind in12 Bdn. 4. gesammelt. — H. Charles D., s. Bruder, ausgezeichnet als Geo-meter, Ingenieur, Wasserbaumeister und Statistiker, geb. den 6. Oct. 1784, ist einZögling der polytechnischen Schule zu Paris (1801 fg.); daher sein Eifer, mit wel-chem er fortwährend die mathematischen Wissenschaften für den Staatsdienst frucht-bar anzuwenden sich bemüht. Während der Kriege Napoleons diente er auf derFlotte, und war 1805 sehr thätig bei der Anlegung des Hafens von Antwerpen.1808 war er als Freiwilliger auf dem Geschwader unter dem Admiral Gantheau-me, und ging mit ihm nach Corfu. D. blieb auf den ionischen Inseln als Secce-tair der damals errichteten ionischen Akademie. Er veranlaßte die Stiftung vonOlympiadcnpreisen für Schriften in der alt- und neugriechischen Sprache, wozu manalle in Europa und Asien lebende Griechen einlud. In Korcyra übersetzte er dievlynthischcn Reden des Demosthenes und schrieb eine Abhandlung über diesenRedner. 1811 ging er nach Italien, wo er 1812 fg. leine tiefsinnigen geomet.Untersuchungen herausgab. In Toulon rettete er 1813 die schönen Bildwerke, diePugct für Ludwigs XlV. Galeeren gemacht hatte, und diese Erinnerungen an denRuhm der fcanz. Seehelden wurden eine Zierde des von D. gestifteten Museumsder Marine zu Toulon. Er begann hier s. Darstellung der Schiffbaukunst im 18.und 19. Jahrh., die er bis 1815 fortsetzte. Nach dem zweiten pariser Frieden machteer eine Reise nach England, das er wahrend eines Aufenthalts von 20 Monaten inverschiedenen Richtungen durchkreuzte. Eine bedeutende Frucht dieser Reisen warens. Denkschriften über das Seewesen, die Brücken und Straßen in Frankreich undEngland. Nach s. Rückkehr 1818 wurde er Mitglied der Akademie und laS in denSitzungen derselben mehre gehaltvolle Abhandlungen vor, u. A. über die Vortheileder Gewcrbsamkeit und der Maschinen. Bei der Stiftung des Conservatoriums derKünste und Handwerke ward er zum Lehrer der angewandten Mechanik ernannt.Seit 1820 erschien sein Hauptwerk: ,,v»^»ze» äsn» Irr Krainle-OretuHne en1816—19" (6 Bde., 4., mit 3 Atl.; übers. Stuttgart 1825 fg.), eine umfas-sende Darstellung der Vorzüge und Mängel der britischen Verwaltung in Bezie-hung auf Landmacht, Seewesen, Artillerie, Straßenbau, Gemeindewesen, Berg-werke, Gewerbsamkeit und Handel. 1825 erschien s. „Keomvtrie et mevunigue>I«8 urt» et melier» et <le» dermx art»" (3 Bde. mit Kpf.), und 1827 sein interesToiw-Lsx. Siebente V»fl. M. III. f 26