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c. Das grössere Wappen des Kaisers sieht dem mittleren gleich;nur tragen die Schildhalter, anstatt der Keulen, mit goldenen Franseneingefasste, an goldenen Lanzenstangen befestigte, nach aussenabfliegende Standarten. Der Schildhalter zur Rechten hältdie I’reussische, der zur Linken die Brandenburgische Stan-darte. In ersterer silbernen ist der Preussische Adler, mit
dem Ilohenzollersclien Stammschildlein belegt, in letztererauch silbernen der Brandenburgische goldbewehrte und gekrönte,auf den Flügeln mit goldenen Kleestängeln besteckte rotheAdler, mit dem Wappenschilde der Burggrafen von Nürn-berg: nämlich einem goldenen, von einer aus Roth und Silbergestückten Einfassung umgebenen Schildlein, worin ein doppeltge-schwänzter, rotli bewehrter, roth gezungter und roth gekrönterschwarzer Löwe erscheint-
Ueber dem Wappen erhebt sich das kuppelförmige, mit Hermelinausgeschlageue Kaiserzelt aus Goldstoff mit einem Muster, in wel-chem der schwarze Reichsadler und die goldene Reichskrone ab-wechseln. Auf dem roth emaillirten Goldreifen, welcher die Kup-
halter, Tübingen 1779, 4°, und die liecension dieser Sclirift von Gerken in derAllgem. Deutschen Bibliothek, Bd. 41, Berlin und Stettin 1780, S. 237.) AufMünzen hat die Greifen als Schildhalter schon Kaiser Maximilian I. gebraucht.Im Schatze des Münsters zu Aachen' befindet sich eine Schliesse (fibula),ein Geschenk Ludwigs von Anjou, Königs von Ungarn und Polen (1342—1382),worauf zwei Greife als Schildhalter benutzt sind. (Dr. Fr. Bock, Karls d. Gr.Pfalzkapelle zu Aachen. Cöln u. Neuss 1865, Th. II, S. 74.) — Die Pommer-sclien wilden Männer als Schildhalter des neuen Kaiserwappens haben bereitszu einem Missverständniss Veranlassung gegeben, indem eine bekannte Firmazu Berlin, welche sich des l’rädicats eines Königlich Preussischen Hoflieferan-ten erfreut, dazu verleitet worden ist, über dem mittleren Königlichen Wappen,welches für identisch mit dem mittleren Kaiserlichen Wappen gehalten wordensein muss, die Reichskrone, und auch nicht einmal die richtige, anbringen zulassen. (Beilage zum „Daheim“ No. 5.) — Das Königlich Preussische Wappen,das grössere, mittlere und kleinere, ist in No. 1, Jahrgang 1864 des Preussi-schen Staatsanzeigers in seiner damaligen Neugestaltung genau beschriebenund wird, unter Hinzufügung der wegen der Besitzvergrösserung in denJahren 1864 und 1866 erforderlichen Abänderungen, in einer besonderen,beieits unter der Presse befindlichen Abhandlung abgebildet und erläutertwerden, damit Missgriffe, wie oben gedacht, nicht weiter Vorkommen können.