Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
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seine steile Südseite zu. Die Obevfläclie der gewaltigenFelswand ist nicht eben; mächtige Vorsprünge und Vertie-fungen wechseln mit einander. Jede der Hervorragungen hinabziehend bis zum Atrio del Cavallo, die kleine Ebe-ne den heutigen Vesuv vom Somma scheidend, und alledurch beträchtliche Schluchten getrennt hat ihren beson-dern Namen (Monte Ottajano, Primo Monte, Punta (lei Na-sone u. s. w.) Vulkanische Tuffe sezzen den Fuss des Sommazusammen und unter ihnen steigen Felsen empor aus altenLaven bestehend. Die erhabensten Stellen der leztern las-sen Abtheilungen in Lagen wahrnehmen, wodurch, für denersten Blick, täuschend das Aussehen von Schichten hervor-gerufen wird ; allein die genauere Untersuchung führt baldandere Ansichten herbei, denn jene Schiehten-artigen Massenzeigen auffallende TV echsel-Grade in der Mächtigkeit; wäh-rend ihnen und mitunter selbst auf gewisse Weite, die näm-liche Stärke geblieben, ziehen sie sich stellenweise zusam-men und keilen sich endlich ganz aus, auch treten nicht-selten mitten zwischen den Bänken Massen von grosserMächtigkeit auf, an denen man jede Spur Schichten - ähnli-cher Abtheilungen vermisst. Diese Lagen verschiedenvon einander durch ungleiche Färbung, Resultat in höheremund geringerem Grade vorgeschrittener Zersezzung, undmehr noch dadurch, dass einige derselben aus dichter, an-dere aus poröser oder blasiger, meist sehr Leuzit - reicher,Lava zusammengesezt sind, während andere nur als Hauf-werke loser Bruchstücke sich darstellen * fallen unter30° gegen die Ebene und steigen an in der Richtung desVesuv. Es sind keine über einander gelegte Ebenen, son-dern konzentrische Kreis-Abschnitte; denn der Somma bildeteinen Art Halbkreis um den Vesuv , und nach allen Seiten

' Vielleicht werden diese leztern Lagen auch durch irgend eine Artvulkanischer Tuffe gebildet; beim Senkrechten der Felswände wardarüber keine entschiedene Gewissheit zu erlangen.

II.

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