setzten uns gemüthlich in's Gras und erfreuten uns an demAnblick dieser schönen Gegend. Von hier fuhren wir zur Stadtzurück, zum italienischen Cousul, wo wir unsere Passe visirculießen und hörten die angenehme Nachricht, daß unser Vater-land Preußen und Oesterreich Sieger gegen Dänemark inSchleSwig-Holstcin geworden sc^cn. Wir begaben uns an Bord,wo um l'/i Uhr die Anker gelichtet wurden. Wir kamen anvielen Kriegsschiffen, die hier kreuzten, und wo die Kadettenihre Uebungen hielten, vorbei.
28. April, Morgens 6 Uhr. Bis jetzt schöne Fahrt. DieUfer sind von herrlichen Gebirgen umgeben, wir fuhren in derNähe von Othrante und dem Golf von^Mcphrodouia. Wirhatten heute das Vergnügen, drei Delphine während mehrererStunden als Begleiter unseres Schiffes zu haben, die sich imMeere lustig machten. Da wir beschlossen hatten, nicht direktnach Trieft zu fahren, sondern durch Italien und Frankreichunsere Rückreise zu machen, so hielten wir es für rathsam, einenTheil unserer Effekten durch Vermittelung des Capitains, derdie Güte hatte, dies zu übernehmen, an einen Spediteur in Trieftauszugeben, der dieselben in die Hcimath befördern sollte. Die- !selben werden wahrscheinlich vor uns dort ankommen und unseren^lieben Angehörigen die Ueberzeugung verschaffen, daß unsere Reisebis hierher eine glückliche gewesen ist. !
20. April. Auch diesen Morgen war das Wetter schönund ging die Fahrt sehr schnell und gut von Statten. GegenMittag sahen wir Aneoua, wo um 2 Uhr die Anker geworfenwurden. Wir begaben uns gleich an's Nrnd, um die Reise PerEisenbahn und Wagen noch heute nach Lorctto und Rom fort-zusetzen.