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Blätter aus dem Tagebuch eines Pilgers nach Jerusalem im Jahre 1864
Entstehung
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Ferne dcn lieblichen See Gencsarcth, ruhig, still und so glattwie einen Spiegel vor nnS liegen. Der Pater Präses sagte:Nun, meine Herren, noch einige Schritte weiter und wir habendie Höhe erreicht. Mir folgten seiner Aufforderung und ich sahbald bei wundervoller Abendbeleuchtnng daS herrlichste Panorama,das ich in meinem Leben gesehen habe. Zu unsern Füßen lagdie Stadt TibcriaS mit ihren Brauern, Zinnen, Thürmen undMinarets am See, sich in den klaren Wellen spiegelnd.Zm Hintergrund der Anti-Libanon mit seinen blendend weißenSteinen und mit seinem in die Wolken reichenden ewig schnee-bedeckten Gipfel. Rechts dcn See, mit hohen Bergen umgeben,worauf das Auge ruhte. Links der Berg der Brodvcrmchrungin seiner schönen Formation, bekleidet mit einem immer grünenTeppiche und Millionen und abermals Millionen Blumen in derherrlichsten Farbenpracht. Mir war's, als wenn hier ein ewigesFrohnlcichnamSscst gefeiert würde. Etwas weiter links der Bergder acht Seligkeiten und hinter nnS überragte der Tabor majestätischalle Hügel und Berge, die zwischen nnS und dem Tabor lagen.Ein Gottesfriede ruhte auf dieser lieblichen Gegend. Fürwahr!etwas Schöneres ist kaum auf Erden zu finden. Auf dem Meeregebot der Herr dem Sturme, rief dcn PetrnS zu sich und als erzu sinken anfing und um Hülfe rief, sprach der Herr:Du Äleiu-glänbiger, warum zweifelst Du?" In diesem See geschah derreiche Fischfang. Hier übergab der Herr dem Petrus dcnAuftrag:Weide meine Schafe, weide meine Lämmer". Hierübergab der Herr dem Petrus die Schlüssel des Himmels (dieoberste Gewalt in Seiner Äirchc). Auf dem Berge der Brod-vcrmchrnng wirkte der Herr das große bekannte Wunder. Aufdem Berge der acht Seligkeiten hielt Christus die bekannte Berg-predigt: Selig sind, die ein reines Herz haben, denn sie werdenGott anschauen und über dem Berge Tabor öffnete sich derHimmel und Moses und Elias redeten mit dem Herrn über SeinLeiden und Seinen blutigen dlrcnzcStod.

Fürwahr! Hier hat bildlich der alte Bund sein Ende