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Gegeben bei der h. Stadt Jerusalem von unserem ehrwürdigenConvcnte des h. Erlösers am 1. April im Jahre des Herrn 1864.
5. April. 6',', Uhr Morgens gingen Herr Neg.-NathIN'. Schlünkcs, Herr Pastor Lamberts und ich aus Jcrnsalem'sThoren nach der TodesangsUGrotte, wo Herr Dr. Sä.lünkes andem Altar, der auf der Stelle erbaut ist, wo der Herr Blutschwitzte, die h. Messe laS, in welcher ich diente und wobei ichdie h. Kommunion empfing. Der diese h. Grotte bedienendeBruder gab mir noch einige Steine aus derselben und Blumen,die am Morgen im Garten Gcthscmane gepflückt und diewährend der h. Messe auf dem Altar gestanden hatten. Vonhier aus begaben wir uns in die nahe hierbei gelegene griechischeKirche. Vom Hanptcingang führt eine aus vielen Stufenbestehende Treppe hinab und kommt man an den GräbernJoachim's und Anna's und an dem Grabe des h. Joseph vorbei.
Das Grab der allerseligstcn Jungfrau Maria liegt unten inder Kirche. Die Griechen hatten heute Festtag und die Kirchewar so angefüllt, daß wir uns nur mit der größten Mühe indiese für jeden Christen so theuere Stätten begeben konnten.DaS Grab Maria ist mit vielen goldenen und silbernen Lampengeschmückt, mehr konnte ich leider nicht sehen. Die andernGräber waren einfach in Felsen ausgehaucn, jedoch sonst mitkeinen Zicrrathen versehen. Von hier begaben wir uns nachJerusalem zurück und sahen eine türkische Karawane, die nachMekka pilgerte und hier lagerte. Der österreichische General-Consul Herr von Lenk hatte das Bureau und den Senior derKarawane auf heute zu Mittag gebeten. Nach Tisch zeigteuns Herr von Lenk seine Waffeusammlung, worunter einigesehr werthvolle Exemplare waren. Zum Abschiede gab mirFrau von Lenk, welche eine recht fromme und freundliche Damewar, eine von ihr selbst gepflückte und auf Papier getrockneteBlume, die ich sehr dankbar annahm, nicht ahnend, daß diegesunde blühende junge Frau im Juni, also zwei Monatespäter, in Jerusalem im Grabe ruhen würde; den Nachmittag
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