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Blätter aus dem Tagebuch eines Pilgers nach Jerusalem im Jahre 1864
Entstehung
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heute noch der Fluch dcS Herrn dicsc Gegend zu belasten scheint,verlassen, aber unser Dragoman hatte in seiner Dienstfcrtigkeit ander nördliche» Seite des todten Meeres unser Frühstück bereitet.

Um 12 U 2 Uhr ging die Reise nach St. Saba sehr beschwerlichund fast bei erdrückender Hitze weiter. Der Weg vorn todten Meerenach St.Saba war der gefährlichste auf der ganzen Reise. Entwederüber steile FclSgcbirgc, wo die Pferde oft suchen mussten, wo sieden Fuß hinsetzen konnten, oder an tiefe Abgründe vorbei, oderdurch Sandwüstcn. Die Sonne stand uns fast senkrecht über demHansstc und der Wiedersehe!» von den Felsen war fast nicht zu er-tragen. Schwarze FclSstttcke, gebrannt wie Kalk, die beim Zcr-schla zcn einen Asphaltgernch von sich gaben, waren so glatt, daßdie. Pferde sich kaum halten konnten. Kein Windzug, kein Lüftchenminderte in etwa die Hitze, die 34 Grad Rcanmnr betrug.

An einer der gefährlichsten Stellen hatte der Beduine, derals Führer voraufritt, einen Felsen erklettert und sich geirrt;er konnte nicht mehr weiter, denn vor ihm war ein jäher Ab-grund. Nur einzeln einer hinter dem andern konnten wirreiten, denn nicht breiter war der Pfad, an dessen einen Seiteein Abgrund und an der andern Seite ein hoher, nicht zu be-steigender Fels war. Wir mussten nun mit unsäglicher Mühewieder zurück. Hierbei bewunderte ich den Beduinen, der voranf-ritt; als er sah, das; er nicht mehr weiter konnte und die Steineunter den Füßen seines Pferdes anfingen abzubröckeln, auch seinHintermann nicht schnell genug ihm Platz machte, zog der Be-duine seinen: Pferde die Zügel an, so das; das Thier auf dieHinterfüße zu stehen kam, und drehte nun sein Pferd so, daßder ganze Körper des ThicrcS über den Abgrund schwebte. Alswir endlich nach vieler Blühe eine Stelle gefunden, um diesenhohen Felsen zu Pferde zu besteigen, bot sich dem Auge obenangekommen, ein grauenhaftes und imposantes Panorama dar.So weit das Auge reichte, lag ein Fels über dem andern, einGebirge höher als das andere. Alle dicsc Gebirge und Felsen lagenim wilden Chaos, sonnverbrannt und gebleicht da, und bilden