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BooS-Waldcck aus Bornhcim bei Bonn am Rhein, welche inJerusalem mit uns im Hospiz als Pilger wohnten und welche denfolgenden Tag das h. Land über Jaffa verlassen wollten, und wirdemnach diese fromme Familie nicht mehr in Jerusalem antreffenwürden, von welcher wir so manche Beweise der Freundschafterhalten, Abschied genommen, bestiegen wir unsere Pferde, undnun setzte sich die Karawane in Bewegung, um Jerusalem auf einpaar Tage zu verlassen. Der Frau Gräfin fühlte ich mich zubesonderem Dank verpflichtet für ein im Garten Gcthsemanigeholtes Bongnet Blumen, welches am ersten Ostermorgcn dash. Grab geschmückt, und welches ich von derselben als Andenkenerhalten hatte.
Wir zogen nun durch das Stephausthor aus Jerusalemhinaus. Voraus ritt der Häuptling der Beduinen, dann kamendie Herren der Karawane, der Dragoman mit den Muckern, dieLastthicrc mit der Bagage, zu beiden Seiten Mucker und Esels-treiber, und den Schluß machten zwei Beduinen. Kaum hattenwir die h. Stadt verlassen, so ging es über Steingeröll undFelsen, oder durch Sandwüstcn, und nur selten lagerten in denThälern, die etwas Gras erzeugten, einzelne Schafhccrdcn. Alswir einige Stunden von Jerusalem entfernt waren, wurde dieHitze fast unerträglich und die Gegend immer unsicherer undschauerlicher. Einzelne wahre Räubcrgesichtcr von Beduinenlagen hinter Fclsblöckcn verborgen.
Wir kamen an die Stelle, wovon es in der h. Schriftheißt: „Es reiste ein Mann von Jerusalem nach Jericho, unter-wegs wurde er von Räubern überfallen re." Es war auch wirtlicheine Gegend, ganz geeignet, um Räubern als Schlupfwinkel zudienen. An zwei Beduiuenlagcr, das eine von 18, das anderevon 30 Zelten, kamen wir vorbei. Da von der türkischenRegierung alle Bedninenhänptlinge von unserm Durchzugc benach-richtigt worden waren, so hatten wir hier Nichts zu befürchten.
Gegen 12 Uhr suchten wir unter einem Felsen und etwasGesträuch ein schattiges Plätzchen und nahmen von unsern Vor-