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fliegende Apotheke war auf ein Lastthicr gepackt, welches schonvorauf war. Gegen 11 Uhr Abends kamen wir in Ramla an,wo wir im Kloster der Franziskaner schon erwartet wurden.Das Kloster gleicht auch hier einer Festung, ist mit einer hohenMauer umgeben, worin sich nur eine kleine Thüre befindet,durch welche man gebückt eintreten muß. Die Pferde und Last-thicre mit den Muckern (Pfcrdctreiber) blieben außerhalb desKlosters im Freien. Nachdem wir einen erfrischenden Trnnkgenommen, wurden uns unsere Zellen angewiesen, und nunbesah ich mein geschlagenes rechtes Bein, welches alle Farbendes Regenbogens trug. Ich machte gleich einige Umschlägeund legte mich zu Bett, wo ich aber trotz aller Ermüdung vorSchmerzen nicht einschlafen konnte. In Ramla soll Joseph vonArimathia gewohnt haben. Die Griechen haben hier auch einKloster und die Türken mehrere Moscheen mit Minarets (hoheschmale Thürme, auf welchen die UlcmaS von Zeit zu Zeitbei Tag und Nacht zum Gebete auffordern).
VIII.
Jerusalem.
19. März, Morgens 5 Uhr, begab ich mich in t>ic Kirche,wohnte der hl. Messe bei und empfing zu Ehren des hl. Joseph,meines NamcnSpatrons, seine Hülfe und Fürbitte anrufend, die
hl. Commnnion.Aus der Kirche zurückgekehrt
nahmen wir den Kaffee, bestiegen unsere Pferde und ritten weiternach Jerusalem. Jenseits Ramla waren reiche Saatfelder.Gegen 10 Uhr nahmen wir, von Hitze und Durst geplagt, ineinem am Wege liegenden Bednincnkhan (Wirthschaft), welchersich in einer Höhle befand, einige Erfrischungen, bestehend inLimonade und Kaffee. Letzterer wird im Orient zu jederTageszeit getrunken. Nach einer kurzen Rast zogen wir überStcingeröll, wo die einzelnen Steine bald rund und platt, bald
O.