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Blätter aus dem Tagebuch eines Pilgers nach Jerusalem im Jahre 1864
Entstehung
Seite
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Der Hafen von Jaffa ist, Dank der türkischen Regierung, ineinem solchen schlechten Zustande, daß die Barken nicht an'sLand anfahren können, und so blieben wir einige hundert Schrittvom Ufer entfernt liegen, bis von der Mauer, welche Jafsaumgibt, wohl 100 Türken sich in's Wasser stürzten und auf unszukamen. Wir mußten uns auf diesen Leute setzen und wurdenso dnrch's Wasser getragen, ebenso wurde unser Gepäck befördert.Wir nahmen bei dieser, uns ganz neuen Befördcrnngswciscverschiedene komische Stellungen ein. So z. B. hatte ein Mit-glied der Karawane seinem Wasserträger zufällig die Krückeseines Stockes in den Mund gesteckt, die dieser mit seinenZähnen glaubte festhalten zu müssen. Der arme Schluckerwurde auf diese Weise zum Erbarmen dirigirt. Ein anderesMitglied hatte mit beiden Händen den langen Bart des Türkengefaßt und bediente sich desselben als Zügel. Als wir so

reitend an die Stadtmauer ankamen, wurden wir von oben aufder Mauer liegenden Türken hinaufgezogen und an der andernSeite heruntergelassen. Jetzt hieß es aber von allen Seiten:Backschisch, Backschisch!" Da waren die Barkenführer mit ihrenGesellen, die Wasserträger, die Leute, die auf der Mauer thätiggewesen, dann die das Gepäck durchs Wasser getragen und indie Stadt getragen hatten n. s. w. Das Lohn - Austheilenwollte kein Ende nehmen. Die Türken tobten und lärmtenfürchterlich, trotzdem daß sie für ihre Mühen nicht nur reichlichbezahlt, sondern auch noch ein gutes Trinkgeld erhalten hatten.So endlich in Jaffa angekommen, wurde die Karawane von denguten Vätcrn des hl. Franziskns auf das herrlichste empfangenund nach dem in der Nähe gelegenen Kloster geführt. DasKloster ist mit einer hohen Blauer umgeben und wir mußtenviele Stufen steigen, um zur Kirche und den sonstigen Mohn-räumen zu gelangen. Die wüthenden Türken folgten uns unddrangen in's Kloster ein mit der Behauptung, für ihre Dienstekeine Bezahlung erhalten zu haben, sie ballten ihre Fäuste unddrohten zu schlagen. Daß ich mich, da ich mich in meinem