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Capitain uns erst in Caiffa an's Land sehen lassen. Die StadtJaffa liegt am Meer, terrassenförmig auf einem kleinen, abersteilen Berge und macht, aus der Ferne gesehen, einen freund-lichen orientalischen lieblichen Eindruck. Jaffa ist eine der ältestenStädte der Welt, von Jerusalem 15 Stunden entfernt; sie istdie Stadt, wo der Prophet Jonas sich einschiffte, nm nach Tharsiszu fliehen und dem Rufe des Herrn zu entgehen. Der hl. Petruserweckte hier die Jüngcrin Tabitha vom Tode. Einige Palmcn-bänme winken dem Pilger ein Willkommen entgegen. Auf demKloster der Franziskaner war die Flagge von Jerusalem auf-gezogen.
Die Einfahrt in den Hafen von Jaffa ging, wenn auchder vielen Klippen wegen sehr langsam, doch glücklich von Statten.Der Wind kam vom Lande und war deshalb sehr günstig, weilnun die Wogen des Meeres an den Felsen gebrochen wurden.Wir hofften um 2 Uhr in Jaffa zu landen, es wurde aber,weil der Capitain sehr vorsichtig war, 4 Uhr Nachmittags, ehedie Anker geworfen und die Barken die Karawane abholenkonnten. In der ersten Barke, die an's Schiff ankam, befandsich ein Abgesandter aus dem Franziskaner-Kloster, umuns zu begrüßen und gleichzeitig die angenehme Nachrichtmitzutheilen, daß der österreichische General - Consul inJerusalem, Herr Baron von Lenk, uns bereits von da ausFührer, einen Dragoman und Mucker, sowie 30 Pferde undLastthiere entgegen geschickt und zur Verfügung gestellt hätte.Für diese Aufmerksamkeit sind wir dem guten Herrn von Lenksehr zu Dank verpflichtet und zwar um so mehr, als wir beidem großen Andränge der Pilger nach Jerusalem und Mekkanun aller Sorgen, wie wir vor Palmsonntag die heil. Stadterreichen sollten, überhoben waren. Wir bestiegen mit unseremGepäck verschiedene Barken und fuhren dem Lande zu, mußtenaber, weil viele Felsen theils über, theils gleich unter der Ober-fläche des Wassers sich befinden, mehrere Wendungen mit demBoot machen. Plötzlich bot sich ein recht Possirlichcs Bild dar.