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Blätter aus dem Tagebuch eines Pilgers nach Jerusalem im Jahre 1864
Entstehung
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den Stein, worauf der hl. Evangelist Marens gemartert wurde,und verrichteten bei demselben das vorgeschriebene Ablaßgcbct.Jetzt ging es zur Nadel der Cleopatra. Dieselbe ist ein Obelisk,80 Fuß hoch, aus Granit mit verschiedenen Sinnbildern, wobeidie Eule eine Hauptrolle spielt, sowie mit vielen Schriftlichenversehen. Diese Rundfahrt hatte mehrere Stunden in Anspruchgenommen und es war Zeit, znr Stadt zurückzukehren, wo wirmit der angenehmen Nachricht überrascht wurden, daß das Schiffangekommen und nun doch, wie früher bestimmt, den 17. Morgensnach Jaffa abfahren würde. Nachdem wir bei den guten Vatern

des hl. FranziSkus etwas gespeist und einige Einkäufe besorgt

hatten, wobei wir aber auch nicht unterlassen konnten, eindeutsches Bicrloeal zu besuchen, nahmen wir von den freundlichenKlostcrbcwohncrn herzlichen Abschied und begaben uns gegen6 Uhr Abends an Bord. DaS SchiffGermania", welches

uns nach dem hl. ^andc bringen soll, hat 230 Pferdckraft.

Wir fanden das ganze Schiff mit Deckpassagieren besetzt:Türken, Araber, Tartaren, Tscherkcsscn, Armenier, Griechenu. s. w., über 200 Personen Mekka-Pilger, die sich durch ihrelebhaften Bewegungen beim Gebete recht bemerkbar machten;diese Türken lagen auf den Beinen und berührten beständig mitden Händen und dem Kopfe das Verdeck, hoben das Gesichtznr Sonne und beugten sich wieder nieder; Alle aber hattenihren Mnndvorrath und ihre Betten mitgebracht und lagen aufdem Verdeck bunt durcheinander, was ein recht lebendiges Bilddarstellte. Daß diese Gesellschaft auch Ungeziefer haben mußte,glaube ich daraus entnehmen zu können, daß oft mehrere Personenhintereinander kauerten und einer dem andern diese kleinenThicrchen abfing. Der Abend war sehr schön und ich blieb bis10 Uhr auf dem Verdeck, dann begab ich mich in die für unsrcscrvirte Cabine, um zu schlafen.

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