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cincm Pater und einem Bruder bedient wird. Von hier rittenwir nach dem Nil und schifften uns sammt unseren Reitthicrcnin einem großen mit Segel versehenen Boot ein, fuhren an derInsel Nanda vorbei, der Residenz des Vizckönigs und woPharao's Tochter den Moses aus dem Wasser gezogen, und ge-langten so znm jenseitigen Ufer. Hier angekommen ritten wirdurch liebliche Palmcnwäldcr, um die Pyramiden von Gizch zubesuchen. Nach einem Ritt von etwa drei Stunden, wobei unsder Kucknk mit seinem Gesang erfreute, kamen wir in Gizch an.
Es waren schon mehrere Engländer mit ihren Damen da. DiePyramiden machen einen ganz eigenthümlichen Eindruck. Sowie wir das letzte Palmcnwäldchen hinter uns hatten, glaubtenwir dieselben vor uns zu sehen, mußten aber noch eine ganzeStunde reiten.
Am Fuß der Pyramiden angekommen, schienen die Personen,die schon oben waren, mit unbcwaffnetcm Auge gesehen, nur20—24 Zoll groß. Die Pyramiden sind jetzt nur 450 Fuß,früher sollen sie über 800 Fuß hoch gewesen sein. Der durchden immerwährenden Wind angehäufte Flugsand hat den Fußder Pyramiden begraben. Auch wir bestiegen diese Gräberder Könige und ließen uns von drei Beduinen heraufziehen.
Es ist eine halsbrechende Arbeit und geschieht dieselbe auffolgende Weise. Man setzt den einen Fuß auf die ungefährdrei Fuß hohen, aufeinander gcthürmtcn Steine, zwei Beduinenziehen an den Händen, während der Dritte von hinten denNachschub gibt, und so geht es fort. 20—25 Minuten gebraucht ^man znm Auf- und Absteigen und kostet ä Person 5 Francs,ohne Trinkgeld (Backschisch). Ein Mitglied der Karawanewurde auf zwei Drittel der Höhe von mehreren Beduinen ineine Höhle gezogen, um dort, wie es den thatsächlichen Anscheinhatte, beraubt zu werden. Nur mit vieler Mühe und mitvielen Versprechungen gelang es demselben, sich ihren Händenzu entwinden und wieder unten zu der übrigen Gesellschaftzurückzukommen. Neben der größten Pyramide steht die Sphinx,