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Wogen eingedrückt und weggerissen worden. Unter fürchter-lichem Krachen fällt der Bugspriet. Eine Kanone, die sichvon den übrigen Geschützen losgerissen hatte, vermehrtedurch ihr Hin- und Hcrrollcn noch das Getöse. Die Rettungs-boote werden in Bereitschaft gesetzt. Im Salon rollen die zer-brochenen Glaser, Teller, Rampen n. s. w. bunt durch einander.12',^ Uhr wird der Sturm immer noch furchtbarer und die Ge-fahr größer. Abermals laufen die Matrosen nach den Rettungs-booten, um dieselben im Nothfalle sofort benutzen zu können.
Am Steuer sind zwei Steuerleute und der Capitain auf derBrücke festgebunden. Plötzlich stürzte ein alter Mann, der znmzweiten Male die Reise nach Jerusalem machte, nur mit demHemde bekleidet und bis zur Brust naß auf uuS zu und ruftin der größten Verzweiflung: „Herr, rette unS, denn wir gehenzu Grunde, daS Schiff steht drei Fuß hoch voll Wasser." Erwar ein Passagier der Borkajütc, die schon unter Wasser stand.Andere schrien, die Maschine ist entzwei — (waS sich aberspäter als ein Irrthum erwies). — denn entstand ein ängstlichesHülfcrufcn und doch konnte kein Mensch retten. Alle Matrosenwerden an die Pumpen gestellt, denn wenn daö Wasser in dieMaschincnkammer gedrungen wäre, so wären wir alle unrettbarverloren gewesen. In dieser vcrzwciflungsvollcn Wge wagteich'S, alle Schwierigkeiten bekämpfend und mich überall anklam-mernd, bis zum SchiffSarzt zu kommen, der in der Nähe desEapitainS stand und ebenfalls angebunden war. Ich fragte obGefahr vorhanden sei, dann möge er es mir unumwunden sagen,denn ich wollte nicht nur als Blaun, sondern auch als Christsterben. Durch Vermittlung des Arztes wurde mir die Antwortdes Capitains: „Ich bin nicht mehr Herr des Schiffes, machenSie sich auf Alles gefaßt". Mit vieler Muhe gelang es mir,wieder zu meinen beiden Reisegefährten, dem Herrn PfarrerPalm und Herrn HcrmcnS zurückzukommen, die mich ängstlicherwarteten. Auf die Frage, wie cS stehe, sagte ich: laßt unsbeten, und zwar so, als wenn unsere letzte Stunde geschlagen,
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