III.
Wiest. Aas Meer. Sturm.
§en 2. März. Um 7 Uhr diente ich dem Herrn PastorPalm die hl. Messe, um 9 Uhr nahm ich von den hochwürd.Dominikaner-Patres unter einigen DankeSwortcn Abschied. PaterAlbert Trapp nnd der Pater Superior gaben uns daS Geleitezum Bahnhof, von wo wir nach Trieft fahren wollten. Um9'/, Uhr setzte sich der Zug in Bewegung und dauerte die Fahrtvon Wien nach Trieft ununterbrochen 22'/- Stunde. Die Lo-komotive überschreitet auf dieser Strecke den weltberühmtenSömmcring. Die Bahn ist ebenso kostspielig als gefährlich,denn oft ist die Steigung so stark und führt der Zug so lang-sam, daß man bequem neben dem Zuge gehen kann. Aberdiese Tour ist auch sehr interessant, denn man sieht die Bahn,welche sich schlangensöemig das Gebirge hinauf windet, vier-und mitunter fünfmal. Herrliche Thäler und Höhen mitFernsichten, bieten sich dem Auge des Reisenden dar, so daßdie Gefahren reichlich durch den Genuß der Natnrschönhcitenausgewogen werden. Zu wünschen bleibt aber, daß die Restau-rationen in den Wartcsäälen etwas besser bestellt sein möchten;ich habe hier vieles sehr mangelhaft gefunden, denn es warweder für Speise noch für Trank gesorgt, es sei denn, daß wiruns mit Branntwein zufrieden geben wollten.
Den 3. März, Morgens 9 Uhr, erfolgte unsere Ankunftin Trieft, und sah ich bei dieser Gelegenheit zum erstenmaledas Meer. Unsere Wohnung nahmen wir in dem am Meergelegenen Rütek cks villo, welches eine reizende Lage hat. Die